Kirche/Kloster

Maria-Hilf-Kapelle - Pfarrgemeinde Miltach

Kapellensiedlung 1, 93468 Miltach

Highlights

  • Barockaltar zeigt Maria mit den sieben Zufluchten; die Kapelle steht seit 1780 am Ortseingang von Miltach.

Tipps

  • Der barocke Altar der Kapelle zeigt ein Gemälde mit dem Motiv der ‚sieben Zufluchten‘, das als kunsthistorisch bedeutsames Element im Innenraum erhalten bleibt.
  • Auf dem Wappenstein über dem Eingang ist das Baujahr 1780 als Ursprungsdatum der Maria-Hilf-Kapelle dokumentiert und für Besucher sichtbar.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Maria-Hilf-Kapelle Miltach – Sakrale Kultur

Die Maria-Hilf-Kapelle in Miltach ist ein historisches Kleinod mit einer bewegten Vergangenheit, das seit dem 18. Jahrhundert als spiritueller Ort für die Gemeinde dient. Ursprünglich entstand sie 1721 auf den Fundamenten eines Vorgängerbaus, bevor sie 1780 durch die Schönprunner in ihrer heutigen Form errichtet wurde – wie das Wappenstein über dem Eingang verrät. Die Kapelle gilt als eines der prägenden Bauwerke am Ortseingang von Miltach und war stets ein zentraler Anlaufpunkt für Gläubige.

Architektonisch besticht die Kapelle durch ihren barocken Altar, der ein bedeutendes Kunstwerk beherbergt: ein Gemälde mit dem Motiv der *„sieben Zufluchten“* der heiligen Maria. Dieses Werk zählt zu den kunsthistorisch wertvollen Darstellungen der Region und unterstreicht den kulturellen Reichtum des Ortes. Die Kapelle wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach renoviert, etwa 1948 nach einem Neubau rund 15 Meter südlich der ursprünglichen Stelle.

Neben ihrer religiösen Bedeutung ist die Maria-Hilf-Kapelle auch ein Ort lebendiger Tradition. Regelmäßige Andachten und kirchliche Feste im Jahreskreis fördern das Gemeinschaftsgefühl in der Pfarrgemeinde. Die Kapelle ist zudem ein wichtiger Ansprechpartner für Ausflugsgruppen und Gemeinschaften, die eine Führung wünschen. Die Verantwortung für Gottesdienste, Feste und die Kirchenrechnung liegt bei den Kirchenpflegern, die eng mit der Pfarrgemeinde zusammenarbeiten. Selbst historische Ereignisse wie die Einschusslöcher durch US-Soldaten in den 1930er-Jahren zeugen von der Kapellengeschichte – ein Relikt aus einer Zeit, die bis heute im Gedächtnis der Gemeinde verankert ist.

Die Maria-Hilf-Kapelle steht im Kontext einer älteren kirchlichen Tradition, die bis in die Zeit der Benediktinermönche zurückreicht. Diese errichteten hier bereits im Mittelalter eine Zelle, aus der später das Dorf und die Kirche Chammünster hervorgingen. Miltach selbst war bereits in früheren Jahrhunderten eine eigenständige Pfarrei, bevor es später zur Seelsorgeeinheit wurde. Die Kapelle bleibt somit nicht nur ein Sakralbau, sondern auch ein Stück lebendige Ortsgeschichte – ein Ort der Andacht, des Gedenkens und der Gemeinschaft.

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