Historisches Museum

Römisch-Norisches Gräberfeld (Station 2)

Haushoferstraße 48, 83256 Seebruck

Highlights

  • Das Gräberfeld von Bedaium erstreckte sich über 200 Meter entlang der Römerstraße Augsburg–Salzburg und enthielt Grabhügel sowie römische Grabbeigaben.
  • An Station 2 des archäologischen Rundwegs sind Grabhügel nachgebaut und originale Grabsteine (im Museum ausgestellt) zu sehen – mit Blick auf den Chiemsee.
  • Seit 1979 zeigt das Römermuseum BEDAIUM Funde aus dem Gräberfeld, darunter Urnen und Beigaben aus der Nekropole von Bedaium-Seebruck.

Tipps

  • Die nachgebauten Grabhügel an Station 2 ermöglichen einen direkten Vergleich mit historischen römischen Bestattungsformen und deren architektonischen Merkmalen.
  • An der Station sind originale Grabsteine ausgestellt, die Einblicke in die römische Epoche und die lokale Bestattungskultur vermitteln – die Originale finden sich im Römermuseum.
  • Der Aussichtspunkt bietet eine ungehinderte Sicht auf den Chiemsee, wodurch sich die Verbindung zwischen der antiken Siedlung und der heutigen Landschaft nachvollziehen lässt.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Römisch-norisches Gräberfeld Seebruck – Kultur-Ausflug

Am Römisch-Norischen Gräberfeld (Station 2) in Seebruck liegt eine der bedeutendsten archäologischen Stätten der Region. Die Nekropole erstreckte sich einst über etwa 200 Meter entlang der antiken Römerstraße von Augsburg nach Salzburg und gehörte zur Siedlung Bedaium, die nach dem verehrten Wassergott Benna benannt wurde. Die Grabstätte war Teil eines größeren Gräberfelds, das vor allem durch systematische Grabungen des Historischen Vereins Traunstein und später des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege erforscht wurde.

An dieser Station des archäologischen Rundwegs sind originalgetreue Nachbauten von Grabhügeln zu sehen, die an die Bestattungspraxis der Römerzeit erinnern. Zudem stehen hier rekonstruierte Grabsteine aus, während die Originalfunde im Römermuseum Bedaium ausgestellt sind. Besonders beeindruckend ist der noch heute sichtbare „Buckel“ am Parkplatz, der möglicherweise auf einen fünften, nicht ausgegrabenen Grabhügel hinweist.

Die Geschichte der Forschung in Seebruck reicht fast ein Jahrhundert zurück und wurde maßgeblich durch engagierte Heimatforscher wie Carl Ostermayer geprägt. Seine Sammlung keltisch-römischer Funde, ursprünglich im Schulhaus angelegt, wurde später zum Kern des heutigen Museums. Der Historische Verein, 1978 gegründet, trieb die wissenschaftliche Aufarbeitung voran – bis die Verantwortung 2022 an die Gemeinde Seeon-Seebruck übergeben wurde. Der archäologische Rundweg, 2007 eröffnet, verbindet diese Station mit weiteren historischen Orten und bietet so eine lebendige Zeitreise in die Antike.

Besucher können hier nicht nur die Spuren der Vergangenheit entdecken, sondern auch einen atemberaubenden Blick über den Chiemsee genießen. Die Verbindung von Kultur und Natur macht den Ort zu einem einzigartigen Ausflugsziel. Wer mehr über die Funde erfahren möchte, findet im Römermuseum Bedaium eine umfassende Ausstellung – von Alltagsgegenständen bis zu prunkvollen Grabbeigaben. Die Station 2 lädt somit ein, die römische Vergangenheit Seebrucks hautnah zu erleben und die Bedeutung des Ortes als Teil der antiken Handelsroute zwischen Augsburg und Salzburg zu verstehen.

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