Großsteingrab Braudel 2
Highlights
- Großsteingrab Braudel 2 ist eine jungsteinzeitliche Megalithanlage der Trichterbecherkultur im Landkreis Lüchow-Dannenberg.
- Es liegt südöstlich von Braudel in einem Waldstück und gehört zu den drei Großsteingräbern mit Sprockhoff-Nummer 734.
- Die ovale Hügelschüttung ist 15 Meter lang, 10 Meter breit und etwa 1,5 Meter hoch, mit sichtbaren Wandsteinen an der Nordseite.
Tipps
- Das Großsteingrab Braudel 2 liegt etwa 700 Meter südöstlich von Vaddensen in einem Waldstück und ist über einen Hügelzug erreichbar.
- Vor Ort sind zwei Wandsteine der östlichen Langseite sichtbar, der Rest der Kammer bleibt durch den Erdhügel bedeckt.
- Ein Besuch lohnt sich besonders für Interessierte der Jungsteinzeit und der regionalen Archäologie in Niedersachsen.
Eigenschaften
Über Großsteingrab Braudel 2
Das Großsteingrab Braudel 2 ist eine megalithische Grabanlage der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur und zählt zu den bedeutenden archäologischen Fundstellen im Landkreis Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen. Es liegt südöstlich des Ortsteils Braudel, in unmittelbarer Nähe zur Gemeinde Clenze. Zusammen mit zwei weiteren Großsteingräbern in der Umgebung, die als Grab 1 und Grab 3 bezeichnet werden, bildet es eine historisch wertvolle Landschaft aus einer der ältesten Kulturperioden Mitteleuropas. Die Anlage trägt die Sprockhoff-Nummer 734 und zählt somit zum wissenschaftlich dokumentierten Fundus megalithischer Bauwerke in Deutschland.
Das Grab ist durch eine ovale Hügelschüttung gekennzeichnet, die sich etwa nord-südlich orientiert. Die Abmessungen betragen eine Länge von rund 15 Metern, eine Breite von 10 Metern und eine Höhe von etwa 1,5 Metern. An der Nordseite lässt sich eine Eingrabung erkennen, an der zwei Wandsteine der östlichen Langseite sichtbar sind. Der größte Teil der ursprünglichen Grabkammer bleibt durch den Hügel verborgen, was auf den Erhalt des archäologischen Befunds hindeutet. Die Bauweise und Ausrichtung entsprechen den typischen Merkmalen der Trichterbecherkultur, die vor allem im norddeutschen Raum und in Teilen Skandinaviens aktiv war.
In der näheren Umgebung des Großsteingrabs Braudel 2 befinden sich weitere steinzeitliche Anlagen, darunter das Großsteingrab bei Reddereitz etwa zwei Kilometer südsüdöstlich sowie das Großsteingrab Dickfeitzen, rund 1,3 Kilometer nördlich von Grab 1. Diese räumliche Konzentration von Megalithbauten unterstreicht die Bedeutung der Region als Bestattungs- und Kulturlandschaft der Jungsteinzeit. Die Fundstellen bieten Einblicke in die Lebensweise, Rituale und gesellschaftlichen Strukturen der damaligen Bevölkerung und sind wichtige Zeugnisse der Vorgeschichte.
Das Großsteingrab Braudel 2 ist Teil eines kulturellen Erbes, das auch im Blauen Haus Museum in Clenze thematisch aufgegriffen wird. Dieses kleine Heimatmuseum informiert umfassend über die Geschichte des Fleckens Clenze sowie die archäologischen Besonderheiten der Region. Besucher erhalten dort anschauliche Einblicke in die lokale Geschichte, darunter auch die Bedeutung der megalithischen Anlagen. Die Darstellung im Museum ergänzt den Besuch der Grabstätten um historische und kulturelle Kontexte. Gäste loben die liebevoll gestalteten Ausstellungen sowie das engagierte und freundliche Personal vor Ort.