Denkmal/Gedenkstätte

Ehrenmal WK I + II

Eschstraße 31-35, 49661 Cloppenburg

Highlights

  • Das Ehrenmal in Cloppenburg erinnert an den Kreuzkampf von 1936, einen Protest gegen den NS-Kreuzerlass.
  • Es steht für den Widerstand der Bevölkerung im katholisch geprägten Münsterland gegen die Entfernung religiöser Symbole aus Schulen.
  • 1941 fanden ähnliche Proteste auch in Bayern statt.

Tipps

  • Das Ehrenmal an der Kreuzkampfstätte in Cloppenburg erinnert an den Widerstand gegen die nationalsozialistische Kreuzerlass-Verfügung von 1936.
  • Direkt vor Ort sind ausreichend Parkplätze vorhanden, die auch bei größeren Besuchergruppen genutzt werden können.
  • Das Denkmal befindet sich zentral am Markt von Cloppenburg, etwa 100 Meter von der Einkaufszone entfernt.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Ehrenmal WK I + II

Das Ehrenmal WK I + II in Cloppenburg erinnert nicht nur an die Opfer der beiden Weltkriege, sondern steht auch symbolisch für einen bedeutenden Widerstandsgeist im Oldenburger Münsterland. Es ist eng mit dem sogenannten Kreuzkampf von 1936 verknüpft, einem Protest der katholischen Bevölkerung gegen die nationalsozialistische Politik. Infolge eines Erlasses des oldenburgischen NS-Schulministers Julius Pauly sollten religiöse Symbole wie Kreuze aus staatlichen Gebäuden, insbesondere Schulen, entfernt werden. Dies führte zu massiven Widerstandsbewegungen, die ihren Höhepunkt in einer Wallfahrt nach Bethen und späteren Kundgebungen in Cloppenburg fanden.

In der Folge versammelten sich tausende von Menschen, darunter viele ehemalige Frontkämpfer, um sich gegen die Entfernung der Kreuze aus den Klassenzimmern zu stellen. Die Bewegung wurde durch kämpferische Predigten und organisierten Widerstand in der Bevölkerung weiter angefacht. Die Aktion mündete in eine Demonstration in der Münsterlandhalle in Cloppenburg, bei der der Erlass teilweise zurückgenommen wurde. Die Ereignisse um den Kreuzkampf verdeutlichen den Widerstandsgeist der Region und zeigen, wie stark religiöse und kulturelle Identität im ländlichen Raum verankert war. Diese historischen Vorgänge sind eng mit der Stadt Cloppenburg und ihrer Umgebung verbunden und trugen zur politischen Sensibilisierung der Bevölkerung im nationalsozialistischen Deutschland bei.

Das Denkmal selbst steht heute am Markt von Cloppenburg und erinnert sowohl an die Kriegsopfer als auch an die zivilen Widerstandskämpfer, die sich für ihre Glaubensfreiheit einsetzten. Es ist ein zentraler Ort der Erinnerung und Mahnung im Landkreis Cloppenburg. Die unmittelbare Nähe zur Einkaufszone macht es zu einem leicht zugänglichen kulturellen und geschichtsträchtigen Ort. Besucher berichten, dass das Mahnmal nicht nur als Denkmal wahrgenommen wird, sondern auch als Symbol für einen bislang unbekannten Teil deutscher Geschichte, der Mut, Entschlossenheit und den Willen zur Verteidigung eigener Werte widerspiegelt.

Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 4,6 von 5 Sternen bei zahlreichen Besuchermeinungen wird die Bedeutung des Ortes unterstrichen. Parkplätze in unmittelbarer Nähe sowie die zentrale Lage machen ihn zu einem einfach zu erreichenden Ausflugsziel. Die Kombination aus historischer Relevanz und kultureller Erinnerung macht den Ort zu einem wichtigen Zeugnis der regionalen Geschichte im nordniedersächsischen Raum.

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