Denkmal/Gedenkstätte

Schloss Callenberg

Callenberg 1, 96450 Coburg

Highlights

  • Schloss Callenberg ist ein neugotisches Jagd- und Sommerschloss der Herzöge von Sachsen-Coburg und Gotha.
  • Seit 1998 beherbergt es den Herzoglichen Kunstbesitz und ab 2004 das Deutsche Schützenmuseum.
  • Das Schloss steht auf einer Anhöhe im Coburger Stadtteil Beiersdorf, etwa sechs Kilometer vom Zentrum entfernt.

Tipps

  • Das Gelände beherbergt heute den Herzoglichen Kunstbesitz sowie das Deutsche Schützenmuseum und lädt zu einer vielseitigen Besichtigung ein.
  • Ein Besuch lohnt sich besonders für Interessierte an europäischer Adelsgeschichte sowie für Fans von Kunst und Militärgeschichte.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Über Schloss Callenberg

Das Schloss Callenberg in Coburg ist ein bedeutendes Kulturdenkmal mit einer über 900-jährigen Geschichte. Ursprünglich als Stammburg der Ritter von Callenberg errichtet, gelangte es im späten 16. Jahrhundert in den Besitz des Herzogshauses von Sachsen-Coburg und Gotha. Seitdem diente es als Jagdschloss, später als Sommersitz und schließlich als langjähriger Hauptwohnsitz der Coburger Herzöge. Das Anwesen steht auf einer bewaldeten Anhöhe im Stadtteil Beiersdorf und zählt heute zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Region.

Die Architektur des Schlosses spiegelt verschiedene Epochen wider. Der Umbau zur Renaissance begann im frühen 17. Jahrhundert unter Herzog Johann Casimir, der die Schlosskapelle errichten ließ – das erste protestantische Gotteshaus im damaligen Herzogtum. Im 19. Jahrhundert wurde der barocke Oberbau durch den Neugotik-Stil ergänzt, was dem Gebäude sein heutiges, markantes Erscheinungsbild verlieh. Während seiner Nutzung durch die Herzöge beherbergte das Schloss nicht nur Wohnräume, sondern auch repräsentative Räume, in denen bedeutende historische Ereignisse stattfanden – darunter die Verlobung der Eltern des heutigen schwedischen Königs Carl Gustav.

Heute beherbergt das Schloss den kunsthistorischen Erbe des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha. Seit 1998 werden hier Teile des Herzoglichen Kunstbesitzes gezeigt, darunter Möbel aus der Werkstatt von David Roentgen sowie eine umfangreiche Uhrensammlung. Ab 2004 ist zudem das Deutsche Schützenmuseum im Schloss untergebracht, das die Tradition des deutschen Schützenwesens dokumentiert. Die Ausstellungen verbinden persönliche Schicksale mit europäischer Geschichte und verdeutlichen die internationale Bedeutung des Hauses Coburg.

Eine Besonderheit des Schlosses ist der Rosengarten auf der Schlossterrasse. Er ist mit historischen Rosen bepflanzt, die nach Mitgliedern des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha benannt sind. Der Garten lädt zur Besinnung ein und ergänzt die kulturelle wie landschaftliche Attraktivität des Ortes. Das Schloss selbst steht unter Denkmalschutz und wird heute für Führungen und kulturelle Veranstaltungen genutzt. Die gepflegte Anlage und die authentische Innenausstattung machen es zu einem lohnenswerten Ziel für Interessierte an Kultur und Geschichte.

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