Kirche/Kloster

St. Augustin

Festungsstraße 1, 96450 Coburg

Highlights

  • St. Augustin ist die römisch-katholische Stadtpfarrkirche von Coburg und steht am Fuß des Festungsberges.
  • Der Neubau der Kirche erfolgte von 1855 bis 1860 im neugotischen Stil nach Plänen des Architekten.
  • Zwischen 2014 und 2016 wurde die Kirche umfassend saniert, darunter ein Ersatzanbau und die Restaurierung der Gruftanlage.

Tipps

  • St. Augustin in Coburg liegt am Fuß des Festungsberges und ist ein neugotisches Sakralbauwerk aus dem 19. Jahrhundert.
  • Die Kirche wurde 1860 geweiht und bietet durch ihre architektonische Symbiose von Altbausanierung und modernen Elementen eine besondere Atmosphäre.
  • Besucher finden Informationen zu Gottesdienstzeiten und Führungen über die Gemeindeverwaltung vor Ort.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Augustin

Die römisch-katholische Stadtpfarrkirche St. Augustin steht in Coburg am Fuße des Festungsberges und prägt seit ihrer Weihe Mitte des 19. Jahrhunderts das Stadtbild. Obwohl sie architektonisch an mittelalterliche Bauten erinnert, entstand sie erst ab 1855 nach Plänen des Architekten Vincenz Fischer-Birnbaum im neugotischen Stil. Errichtet wurde sie auf einem Gelände, das vom Herzog zur Verfügung gestellt worden war, nachdem ein ursprünglich geplanter Bauort aufgrund ungünstiger Bodenverhältnisse verworfen werden musste. Die Kirche wurde 1860 geweiht und ist nach dem Schutzpatron Augustinus von Hippo benannt, zu dessen Ehren auch der Förderer des Baus, Prinz August von Sachsen-Coburg-Koháry, etwas später eine eigene Gruftanlage innerhalb der Kirche errichten ließ.

Die Architektur des Gotteshauses folgt einem Wandpfeiler-Saalbau mit einem leicht eingezogenen Chor. Charakteristische Elemente sind der Dachreiter, eine geschwungene neugotische Freitreppe sowie eine Krypta, die einige Jahre nach der Kircheneinweihung erweitert wurde. Die äußere Erscheinung wirkt schlicht, doch die monumentale Treppe sowie die erhöhte Lage oberhalb der Allee verleihen dem Bau eine repräsentative Ausstrahlung. Im Innenraum wurden in den 1960er Jahren umfangreiche Umbauten im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils vorgenommen, darunter der Entfall alter Altäre. In einer umfassenden Sanierung zwischen 2014 und 2016 wurde der Innenraum neu gestaltet, ein Ersatzneubau mit einer Werktagskapelle errichtet und die sakralen Figuren des Bildhauers Heinrich Söller an einen neuen Ort innerhalb der Kirche versetzt.

Die Geschichte der Katholiken in Coburg reicht weit vor die Errichtung von St. Augustin zurück. Nach der Reformation im 16. Jahrhundert kehrten Katholiken im 18. Jahrhundert zurück und feierten zunächst in privaten Räumen Gottesdienste. Im 19. Jahrhundert wuchs die Gemeinde, und der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus wurde immer dringlicher. Die Planungen führten schließlich zur Gründung der heutigen Kirche, die durch Spenden, unter anderem von Prinz August und verschiedenen europäischen Fürstenhäusern, finanziert wurde. Die Kohary-Gruft, die sich direkt an die Kirche anschließt, beherbergt die sterblichen Überreste des Förderers und seiner Familie und ist ein weiteres kulturhistorisches Zeugnis des Ortes.

St. Augustin gilt heute als identitätsstiftendes Bauwerk der Stadt Coburg. Die gelungene Verbindung aus historischem Bestand und modernen architektonischen Elementen macht sie zu einem bemerkenswerten Beispiel gelungener Denkmalpflege. Die Kirche wird regelmäßig für Gottesdienste genutzt, bietet Raum für kulturelle Veranstaltungen und lädt mit ihrer ruhigen Atmosphäre zu Besinnen und Besuch ein. Die Anbindung an die Kirchengemeinde sowie die öffentliche Zugänglichkeit machen sie zu einem wichtigen kulturellen und sakralen Anlaufpunkt in der Region.

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