Galerie No 15
Highlights
- Galerie No 15 zeigt seit 2019 interdisziplinäre Ausstellungen wie ‚80MM Einsatzveteranen‘ der Bundeswehr zum Nationalen Veteranentag.
- Roman Bracht überträgt seit dem 19. Jahrhundert Gemälde fotografisch – aktuell u.a. in ‚spectrals2‘ und ‚PEACE – FREEDOM 2022‘.
- Ukrainische Künstler wie Sergey Melnitchenko und Daria Koltsova präsentieren in ‚No War‘ friedensbezogene Werke in der Galerie.
Tipps
- Besucher erhalten Zugang zu einer Materialmappe mit historischen und technischen Informationen zur Fotografie sowie zu den ausgestellten Werken.
Eigenschaften
Kunst & Kultur in Cochem: Galerie No 15
Die Galerie No 15 in Cochem am Moselufer ist eine renommierte Kunstgalerie, die sich als Ort der Begegnung mit zeitgenössischer Fotografie und interdisziplinären Projekten etabliert hat. Seit ihrer Gründung widmet sie sich der Präsentation von Werken, die durch ihre experimentellen Techniken und gesellschaftlich relevanten Themen bestachen. Besonders bekannt ist die Galerie für ihre einzigartige Verbindung von fotografischen und malerischen Ansätzen, etwa durch die Übertragung historischer Gemälde auf fotografisches Papier – ein Verfahren, das die Grenzen zwischen den Medien aufhebt und neue Perspektiven eröffnet.
Ein zentrales Anliegen der Galerie ist es, aktuelle gesellschaftliche Debatten durch Kunst sichtbar zu machen. So zeigte sie unter anderem die Ausstellung 80MM Einsatzveteranen der Bundeswehr, die bis zu 30 Veteranen in Form von Fotografien, Texten und Audiobeiträgen porträtiert. Das Projekt lädt Besucher ein, die Biografien der Soldaten vorurteilsfrei kennenzulernen und ihre Erfahrungen nachzuvollziehen. Daneben widmet sich die Galerie auch friedenspolitischen Themen, wie etwa in der Ausstellung No War mit Werken ukrainischer Künstler wie Sergey Melnitchenko oder Artem Humilevskiy, die durch ihre künstlerische Sprache auf die Dringlichkeit von Frieden und Freiheit hinweisen.
Die Ausstellungen der Galerie No 15 zeichnen sich durch ihre Vielfalt aus: Von der Rauminstallation Odysseia – I’ve seen it all der Künstlerin Simone de Saree, inspiriert von japanischen Papiertechniken, bis hin zu fotografischen Projekten wie Un Joueur de flûte berce les ruines von Michael Dörr, der bereits auf der Wiesbadener Fototage vertreten war. Auch historische Bezüge spielen eine Rolle – etwa durch die Auseinandersetzung mit dem Bauhaus oder die Präsentation von Materialmappen, die Einblicke in die Technik und Geschichte der Fotografie geben. Die Galerie versteht sich dabei als Raum für Dialog, der über die reine Ausstellung hinausgeht, etwa durch Führungen, Lesungen oder besondere Events wie den Geburtstagskluck Sekt oder Selters.
Ein besonderes Angebot der Galerie ist das Kunstpicknick, bei dem Ausstellungen auch außerhalb der Räume stattfinden – je nach Ort und Dauer selbstständig erkundbar. Diese Form der Präsentation unterstreicht den Wunsch der Galerie, Kunst erlebbar und zugänglich zu machen, ohne die traditionellen Grenzen eines Ausstellungsraums. Ob durch fotografische Collagen, die Licht und Architektur neu interpretieren, oder durch Projekte, die gesellschaftliche Themen aufgreifen: Die Galerie No 15 in Cochem bleibt ein Ort der Reflexion und des Austauschs, der sich stets neuen künstlerischen Impulsen öffnet.