Denkmal/Gedenkstätte

Bischofsmühle

10, 48653 Coesfeld

Highlights

  • Die Bischofsmühle in Coesfeld steht seit 1984 unter Denkmalschutz und wurde bis 2009 umfassend saniert, inklusive Restaurierung des historischen Mahlwerks.
  • 1943 flüchtete die Künstlerin Hety Thier (1919–1952) aus Berlin in die Mühle; ihre Federzeichnungen zu Voltaires ‚Candide‘ zählen zu den bedeutenden Werken der Ausstellung.
  • Die Mühle zeigt seit 2004 eine Dauerausstellung zur regionalen Mühlengeschichte und bäuerlichen Handwerkskultur mit originalen Gerätschaften.

Tipps

  • Die historische Bischofsmühle bietet einen Rundgang durch die Entwicklung von Mühlen in Coesfeld und zeigt originale Gerätschaften aus bäuerlichem und mühlenhandwerklichem Alltag.
  • Im Rahmen der Ausstellung wird das Leben und Werk der Künstlerin Hety Thier mit Federzeichnungen zu *Candide* sowie biografischen Fotos präsentiert.
  • Das sanierte Mahlwerk aus dem Jahr 2009 ermöglicht Einblicke in die technische Funktionsweise historischer Mühlen und deren Restaurierung.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Bischofsmühle Coesfeld: Kulturdenkmal entdecken

Die Bischofsmühle in Coesfeld ist ein historisches Juwel, das seit seiner Unterschutzstellung als Denkmalschutzobjekt die regionale Mühlengeschichte lebendig hält. Das Gebäude, das bereits seit Jahrhunderten als Wassermühle in Betrieb war, wurde ab den 1980er-Jahren unter der Leitung des heutigen Besitzers Heinz Seesing umfassend saniert. Besonders die Restaurierung des originalen Mahlwerks rundete die Wiederherstellung des technischen Denkmals ab und ermöglicht heute Einblicke in die einstige Arbeitswelt der Müller:innen.

Ein zentraler Anziehungspunkt der Bischofsmühle ist die kleine, aber feine Ausstellung zur Künstlerin Hety Thier, die 1943 aus Berlin nach Coesfeld floh. Die Ausstellung zeigt Fotos aus ihrem kurzen Leben sowie Werke, darunter ihre bedeutenden Federzeichnungen zu Voltaires „Candide“. Diese wurden später vom Ostwallmuseum erworben und sind heute Teil des kulturellen Erbes der Region. Die Präsentation verbindet so Kunstgeschichte mit lokaler Flucht- und Widerstandsgeschichte.

Seit 2004 lädt die Mühle mit einem Rundgang durch die Geschichte der Mühlen Coesfelds und der traditionellen Mahlkultur zum Staunen ein. Neben dem restaurierten Mahlwerk sind originale Gerätschaften aus bäuerlichem und mühlenhandwerklichem Alltag ausgestellt. Die Initiative Bischofsmühle, die 2006 ins Leben gerufen wurde, fördert zudem Workshops und Vermittlungsangebote, die sowohl für Familien als auch für Schulklassen interessant sind. So wird Geschichte greifbar und lebendig erfahrbar.

Die Bischofsmühle steht damit nicht nur als technisches Denkmal für die regionale Handwerkskunst, sondern auch als Ort der kulturellen Erinnerung. Die Verbindung von Mühlengeschichte, Kunst und lokalem Erbe macht sie zu einem besonderen Ausflugsziel für Geschichtsinteressierte und Kulturbegeisterte. Besonders die Verbindung zur Künstlerin Hety Thier verleiht dem Ort eine einzigartige, persönliche Note – ein Stück Zeitgeschichte, das zum Verweilen einlädt.

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