Kirche/Kloster

Jesuitenkirche

Kellerstraße 1, 48653 Coesfeld

Highlights

  • Die Jesuitenkirche St. Ignatius in Coesfeld wurde 1673 gegründet und ist heute evangelische Pfarrkirche.
  • Sie diente ursprünglich als Kirche des von Jesuiten geleiteten Gymnasiums Nepomucenum.
  • 1773 ging die Kirche nach Auflösung des Jesuitenordens in den Schulfonds über.

Tipps

  • Die Jesuitenkirche St. Ignatius in Coesfeld ist heute evangelische Pfarrkirche und liegt zentral im Stadtgebiet, gut zu Fuß erreichbar.
  • Ein Besuch lohnt besonders wegen der historischen Architektur und der neuen Orgel, die als musikalisches Highlight gilt.
  • Vor Ort sollte man sich über aktuelle Öffnungszeiten informieren, da diese nicht immer eingehalten werden können.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Jesuitenkirche

Die Jesuitenkirche St. Ignatius in Coesfeld ist ein bedeutendes sakrals historisches Bauwerk im Kreis Coesfeld, Nordrhein-Westfalen. Ursprünglich als Kirche des von Jesuiten geleiteten Gymnasiums Nepomucenum errichtet, hat das Gebäude eine wechselvolle Geschichte durchlaufen. Der Bau der Kirche begann Mitte des 17. Jahrhunderts, nachdem die Jesuiten bereits zuvor das Kolleg errichtet hatten. Die Kirche diente zunächst auch als Simultankirche, nachdem der Jesuitenorden 1773 aufgelöst worden war, und ist heute evangelische Pfarrkirche der Gemeinde Coesfeld.

Die Architektur der Kirche spiegelt den barocken Stil der Zeit wider. Der Bauprozess zog sich über mehrere Jahre hin, wobei es zu erheblichen Verzögerungen kam, darunter ein schwerer Unfall beim Bau des Chorabschlussgewölbes. Die Innenausstattung wurde schließlich Anfang des 18. Jahrhunderts abgeschlossen. In der Zeit ihrer Nutzung durch die Jesuiten war die Kirche Schauplatz zahlreicher Gottesdienste und religiöser Veranstaltungen. Die Fassade sowie der Grundriss ähneln stark der Jesuitenkirche in Paderborn, was auf mögliche gemeinsame Baumeister oder Baupläne hindeutet.

Nach der Auflösung des Ordens wurde die Kirche in einen Schulfonds überführt, aus dem später das städtische Gymnasium finanziert wurde. Mit dem Übergang der Stadt an protestantische Herrscher im frühen 19. Jahrhundert wurde eine Mitbenutzung für evangelische Gottesdienste vereinbart. Diese Praxis des Simultaneums bestand über etwa 150 Jahre, bis die Kirche schließlich vollständig an die evangelische Gemeinde überging. Heute dient das Gebäude als evangelische Pfarrkirche und bleibt ein kulturelles Zentrum inmitten der Coesfelder Innenstadt.

Die Kirche wird von Gästen als kontemplativer und ruhiger Ort wahrgenommen, der architektonisch fundiert wirkt, ohne besonders herauszustechen. Besondere Erwähnung findet die neue Orgel, die als klangliche Bereicherung gilt. Einige Besucher bemängeln gelegentlich Unklarheiten bei den Öffnungszeiten, wie etwa der Fall, in dem die Kirche trotz angekündigter Zugänglichkeit vorübergehend geschlossen war. Dennoch wird der Besuch der Kirche als lohnenswert empfunden, insbesondere im Hinblick auf die historische und städtebauliche Einbindung.

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