Konferenz Der Elemente - Jürgen Goertz
Highlights
- Die 'Konferenz der Elemente' von Jürgen Goertz wurde 1990 auf dem Coesfelder Marktplatz errichtet.
- Das Kunstwerk besteht aus vier Teilen: Feuer, Erde, Wasser und Luft – dargestellt durch Skulpturen und Installationen.
- Es warnt vor Umweltzerstörung und symbolisiert die Belastung der Natur durch den Menschen.
Tipps
- Das Kunstwerk 'Konferenz der Elemente' besteht aus vier Teilen: Feuer, Erde, Wasser und Luft – jede Darstellung lädt zur Reflexion über den Umgang mit natürlichen Ressourcen ein.
- Die Skulpturgruppe befindet sich mitten auf dem Coesfelder Marktplatz und zeigt unter anderem einen Bronze-Eber sowie eine rote Säule mit farbigen Elementen.
- Besucher finden auf dem Marktplatz auch Sitzgelegenheiten, doch für mehr Schatten oder Pflanzen ist vor Ort gesorgt zu werden wünschenswert.
Eigenschaften
Über Konferenz Der Elemente - Jürgen Goertz
Die „Konferenz der Elemente“ des Bildhauers Jürgen Goertz ist eine öffentliche Skulpturengruppe mitten auf dem Marktplatz der Stadt Coesfeld im Kreis Coesfeld, Nordrhein-Westfalen. Das Werk wurde 1990 vom Künstler geschaffen und zählt zu seinen bedeutenden Arbeiten im öffentlichen Raum. Es besteht aus mehreren Elementen, die die vier Naturgrundelemente – Erde, Feuer, Wasser und Luft – symbolisch darstellen und dabei ökologische sowie gesellschaftliche Themen ansprechen.
Das zentrale Motiv des Kunstwerks ist ein Schwein aus Bronze, das auf einem Becken thront, aus dem Wasser austritt. Dieses Schwein verkörpert die vom Menschen verdrängten Tierarten und ist mit Eisenklammern an den Vorderbeinen fixiert, was seine Hilflosigkeit verdeutlicht. Neben dem Tier steht eine rote Säule, die das Element Feuer repräsentiert – geschmückt mit glasierten Steinen, symbolisiert sie sowohl die schöpferische als auch zerstörerische Kraft des Feuers. Ein Pflanzenbeet neben der Skulptur steht für die Erde und zeigt durch karge Pflanzenarten, wie die Umwelt unter menschlicher Ausbeutung leidet.
Das Element Wasser wird durch ein Becken dargestellt, das wie eine Fischblase geformt ist und Bronzekugeln beherbergt, aus denen Wasser sprudelt. Abends leuchten diese Kugeln farbig. Der Fisch jedoch hat das Wasser verlassen und sitzt auf dem Beckenrand, aus dessen Körper eine giftige Brühe austritt – ein warnendes Zeichen gegenüber der zunehmenden Verschmutzung der Gewässer. Die Luft wird durch eine auf der Feuersäule montierte, windgedrehte Figur verkörpert, deren Körper teils wie ein Dämon, teils wie eine Flugmaschine mit Düsen gestaltet ist, die Giftstoffe ausstoßen. Ein Auge der Figur ist zerstört, das andere blickt vorwurfsvoll auf die Passanten.
Die Skulpturgruppe wurde von der Stadt Coesfeld finanziert und ist das einzige Werk von Jürgen Goertz in der Stadt. Seit ihrer Aufstellung im Jahr 1990 löst sie unterschiedliche Reaktionen bei den Bürgern aus – von Kritik an der Ästhetik bis hin zu Anerkennung der Aussagekraft. Die „Konferenz der Elemente“ lädt dazu ein, über den Umgang des Menschen mit der Natur nachzudenken und mahnt eindringlich, Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen.