Denkmal/Gedenkstätte

U-Boot

Geschwister-Scholl-Allee 13, 66482 Zweibrücken

Highlights

  • U 35 ist ein U-Boot der Klasse 212A und wurde am 21. August 2007 auf Kiel gelegt.
  • Das Boot erhielt seine Patenschaft durch die Stadt Zweibrücken.
  • Seit 2015 dient U 35 im 1. Ubootgeschwader und verfügt über verbesserte Brennstoffzellen und moderne Kommunikationssysteme.

Tipps

  • Technische Neuerungen wie verbesserte Brennstoffzellen und moderne Kommunikationssysteme machen das Boot besonders.
  • Ein Besuch lohnt sich besonders für Technikinteressierte und alle, die mehr über moderne U-Boot-Technologie erfahren möchten.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über U-Boot

Das U-Boot U 35 ist ein modernes Unterseeboot der Deutschen Marine und zählt zur 212A. Es handelt sich um die erste Einheit des zweiten Bauloses dieser. Der Bau des U-Boots wurde durch einen Vertrag im Jahr 2006 initiiert, und bereits ein Jahr später erfolgte die Kiellegung. Nach mehreren Jahren Bau und Tests wurde das Boot erstmals im Hafen von Eckernförde in Dienst gestellt und ist seitdem dem 1. Ubootgeschwader zugeordnet. Die Indienststellung erfolgte einige Jahre nach der Kiellegung, begleitet von technischen Herausforderungen, die auch öffentlich diskutiert wurden.

Technisch gesehen unterscheidet sich U 35 in einigen Punkten von den ersten Booten seiner. So ist es etwas länger, was auf neue Ausrüstungsteile im Turmbereich zurückzuführen ist. Das U-Boot ist aus amagnetischem Stahl gefertigt, um die Erkennung durch feindliche Sensoren zu erschweren. Zu den Verbesserungen im Vergleich zum ersten Los zählen unter anderem eine effizientere Brennstoffzellentechnologie, verbesserte Hochleistungsbatterien sowie modernisierte Kommunikations- und Sensorensysteme. Auch die Ausrüstung mit einer Tropikalisierung erlaubt den weltweiten Einsatz unter extremen klimatischen Bedingungen.

Das U-Boot verfügt über fortschrittliche Systeme wie das Kommunikationssystem CALLISTO, das Sensor- und Führungs-System ISUS 90 sowie eine moderne Optronik. Im Turm ist zudem eine Vier-Personen-Schleuse integriert. Darüber hinaus wurden Platz und Gewicht für spätere Nachrüstungen wie ein Towed Array Sonar und ein Torpedoabwehrsystem reserviert. Trotz seiner fortschrittlichen Technik gab es in den Anfangsjahren Betriebsprobleme mit verschiedenen Systemen, darunter die Wellenanlage, die Fahrbatterie und das Radar, was zu zeitweiligen Einschränkungen führte.

Die Patenschaft für U 35 übernahm die Stadt Zweibrücken im Bundesland Rheinland-Pfalz. Diese Verbindung zur Region unterstreicht die Bedeutung des U-Boots nicht nur als militärisches Fahrzeug, sondern auch als kulturelles Symbol. In der Stadt wurde ein kleines, nicht betriebsfähiges U-Boot aufgestellt, das als Denkmal und Informationspunkt dient. Eine Infotafel am Standort erläutert die Geschichte des U-Bootes und seiner technischen Besonderheiten. Diese Gedenkstelle wird von Besucherinnen und Besuchern wahrgenommen und trägt zur Erinnerungskultur bei.

Das U-Boot U 35 repräsentiert den technologischen Fortschritt der deutschen U-Bootflotte und zeigt gleichzeitig die Herausforderungen bei der Entwicklung moderner militärischer Systeme. Die Patenschaft der Stadt Zweibrücken verdeutlicht die Verbindung zwischen Marine und Zivilgesellschaft. Die öffentliche Wahrnehmung wird durch die Bewertungen vor Ort beeinflusst, die sowohl auf das historische wie auch auf das informative Element des Denkmals eingehen. Damit bleibt U 35 auch außerhalb seiner militärischen Funktion ein bedeutendes Objekt der regionalen Erinnerungskultur.

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