Museum

Jüdisches Museum Emmendingen

Schloßpl. 7, 79312 Emmendingen

Highlights

  • Das Jüdische Museum Emmendingen zeigt in der Dauerausstellung rituelle Mikwe, Alltagsgegenstände und lokale jüdische Familiengeschichten seit 1840.
  • Denkmalgeschütztes Gebäude mit originaler Mikwe und Exponaten zu jüdischen Festen, Kultus und der 1995 neu gegründeten Gemeinde.
  • Wechselnde Sonderausstellungen ergänzen die Präsentation von Kulturgut und regionaler jüdischer Geschichte.

Tipps

  • Die Dauerausstellung thematisiert das jüdische Leben in Emmendingen mit Fokus auf rituelle Praktiken wie die Mikwe und Alltagsgegenstände aus dem 19. und 20. Jahrhundert.
  • Im Keller wird die Mikwe als zentraler Ort der Reinigung in der jüdischen Tradition mit historischen Exponaten und archäologischen Funden präsentiert.
  • Wechselnde Sonderausstellungen ergänzen die Dauerausstellung und behandeln aktuelle Themen wie die NS-Zeit oder zeitgenössische jüdische Kunst und Kultur.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur-Ausflug: Jüdisches Museum Emmendingen entdecken

Das Jüdische Museum Emmendingen ist ein bedeutendes kulturelles Zentrum, das die Geschichte und Tradition der jüdischen Gemeinde in der Region lebendig hält. Im Herzen der Stadt gelegen, beherbergt das liebevoll restaurierte und denkmalgeschützte Gebäude aus dem 19. Jahrhundert nicht nur eine Mikwe – ein rituelles Tauchbad, das seit Jahrhunderten für Reinigungsrituale genutzt wird –, sondern auch eine ansprechende Dauerausstellung.

Die Ausstellung „Quelle lebendigen Wassers – Mekor Majim Chajim“ im Keller des Museums widmet sich der Mikwe und zeigt, wie sie als zentraler Ort jüdischen Glaubenslebens fungierte. Durch Exponate, historische Dokumente und multimediale Präsentationen wird das jüdische Kultus- und Alltagsleben veranschaulicht. Besonders eindrucksvoll sind die Darstellungen jüdischer Feste im Jahreslauf, die Einblicke in Bräuche wie Chanukka oder das Schabbat-Mahl geben – etwa durch restaurierte Kiddusch-Becher und geflochtene Challot.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Emmendingen. Die 1995 neu gegründete Jüdische Gemeinde wird vorgestellt, und wechselnde Sonderausstellungen ergänzen das Angebot. Zeitzeugenberichte, verbotene Gedichte aus der NS-Zeit und künstlerische Werke wie geschmückte Torarollen zeigen die Vielfalt jüdischen Erbes. So wird die Verbindung zwischen lokaler Geschichte und überregionaler Bedeutung deutlich – etwa durch Bezüge zu Nachbarorten wie Freiburg, wo ähnliche jüdische Traditionen verwurzelt waren.

Das Museum lädt Besucher:innen ein, die kulturelle und religiöse Tiefe des jüdischen Lebens in Emmendingen zu erkunden. Neben der Mikwe und den historischen Exponaten bietet es Raum für Reflexion über Identität, Erinnerung und den Erhalt jüdischer Kultur. Durch die Kombination aus archäologischen Funden, Kunstwerken und persönlichen Geschichten entsteht ein facettenreiches Bild einer Gemeinschaft, die trotz Unterbrechungen bis heute präsent ist.

Besonders hervorzuheben ist die barrierefreie Gestaltung des Museums, darunter ein rollstuhlgerechtes WC, das den Zugang für alle Interessierten ermöglicht. Die Dauerausstellung und Sonderveranstaltungen machen das Jüdische Museum Emmendingen zu einem Ort der Begegnung und des Lernens – ein wichtiger Beitrag zur Aufarbeitung und Bewahrung jüdischer Geschichte in der Region.

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