Herzogsberge
Highlights
- Die Herzogsberge sind ein 266 Hektar großes Naturschutzgebiet südöstlich von Braunschweig.
- Das Gebiet schützt naturnahe Eichen- und Buchenwälder sowie magere Flachlandmähwiesen.
- Ein Teil des NSG gehört seit 2017 zum Nationalen Naturerbe und beherbergt artenreiche Lebensräume.
Tipps
- Spaziergänge auf den magersüchtigen Flachland-Mähwiesen bieten viel Naturerlebnis bei geringem Aufwand.
- Hunde müssen das ganze Jahr über angeleint bleiben, was die Tierhaltung betrifft.
- Im Norden des Geländes lohnt ein Besuch der Solequelle in der hochstaudenreichen Nasswiese.
Eigenschaften
Über Herzogsberge
Die Herzogsberge in Cremlingen im Landkreis Wolfenbüttel sind ein Naturschutzgebiet, das sich südöstlich von Braunschweig erstreckt. Mit einer Fläche von rund 266 Hektar schützt das Gebiet vielfältige Naturräume, darunter magere Flachland-Mähwiesen, Pfeifengraswiesen, Sandmagerrasen sowie naturnahe Eichen- und Buchenmischwälder. Teilweise temporär wasserführende Stillgewässer, feuchte Röhrichtzonen und eine Solequelle im Norden prägen das Landschaftsbild. Das Areal umfasst zudem kleinere Waldbestände im Westen und Süden und ist durch das FFH-Gebiet „Wälder und Kleingewässer zwischen Mascherode und Cremlingen“ teilweise abgedeckt. Seit Ende 2017 gehört ein 127 Hektar großer Bereich des Naturschutzgebiets zum Nationalen Naturerbe.
Das Gelände entstand auf ehemaligen Offenlandflächen eines Standortübungsplatzes und bietet heute Lebensraum für eine artenreiche Flora und Fauna. Die Mähwiesen beherbergen typische Pflanzenarten wie Wiesenfuchsschwanz, Kuckuckslichtnelke und Deutsches Filzkraut. In den feuchteren Gebieten wachsen Pfeifengras, Sumpfschafgarbe, Trollblume und Heilziest. Besonders an der Solequelle finden sich salzverträgliche Pflanzen wie Gewöhnlicher Salzschwade und Sumpfdotterblume. Die Stillgewässer im Naturschutzgebiet bieten ideale Bedingungen für Wasserpflanzen wie Schwimmendes Laichkraut und Dreifurchige Wasserlinse. Diese wurden gezielt durch Renaturierungsmaßnahmen verbessert, um den Lebensraum für Amphibien zu fördern.
Die Waldflächen der Herzogsberge bestehen hauptsächlich aus Rotbuchenwäldern mit Beimischungen von Stieleiche und Bergahorn. In der Krautschicht siedeln unter anderem Waldmeister, Pillensegge und Goldenes Frauenhaarmoos. Die Bewirtschaftung der Grünflächen erfolgt teilweise durch Schafweiden, um eine naturnahe Pflege zu gewährleisten. Das Naturschutzgebiet verfügt über einen sauberen Parkplatz und ist über Cremlingen gut erreichbar. Wanderwege führen durch das Gelände und ermöglichen einen direkten Zugang zur Natur. Hunde müssen das ganze Jahr über angeleint bleiben.
Das Naturschutzgebiet wurde am 19. Juli einem festgelegten Datum unterstellt und steht seither unter Schutz des Landkreises Wolfenbüttel. Es ersetzte Teile des ehemaligen Landschaftsschutzgebiets „Herzogsberge und angrenzende Landschaftsteile“. Die Verwaltung und Pflege des Gebiets erfolgt im Rahmen der naturschutzfachlichen Vorgaben durch die zuständige Behörde. Die Besucher*innenzahlen sind gering bis mittel, was zur Erhaltung der Ruhe und des natürlichen Charakters des Gebiets beiträgt.
Die Bewertungen der Besucher*innen schwanken: Während einige die saubere Infrastruktur und die natürliche Vielfalt loben, bemängeln andere, dass die Erwartungen an die Wasserflächen nicht erfüllt wurden. Dennoch wird das Naturschutzgebiet mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,1 von 5 Sternen bewertet. Die klaren Regeln und das Fehlen übermäßiger Besucherbeschränkungen machen es zu einem empfehlenswerten Ausflugsziel für Naturliebhaber*innen.