Denkmal/Gedenkstätte

Brunnen am Carlsplatz

40213 Düsseldorf

Highlights

  • Der Brunnen am Carlsplatz in Düsseldorf wurde 1958 vom Bildhauer Ferdinand Heseding geschaffen.
  • Er ist in die Verkleidung eines Luftschutzbunkers aus dem Jahr 1940 integriert und besteht aus drei Becken.
  • Das Brunnenensemble zeigt zwei biblische Figuren, Josua und Kaleb, die eine Weintraube auf einer Stange tragen.

Tipps

  • Besuchen Sie den Carlsplatz, um den historischen Brunnen mit biblischen Motiven zu sehen.
  • Erkunden Sie den Markt auf dem Carlsplatz für regionale Produkte und frische Lebensmittel.
  • Nutzen Sie die Gelegenheit, die Skulpturen von Josua und Kaleb mit der Traube vor Ort zu betrachten.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Brunnen am Carlsplatz

Der Brunnen am Carlsplatz in Düsseldorf ist ein kulturhistorisches Zeugnis der Nachkriegszeit und zählt zu den bemerkenswerten Beispielen öffentlicher Kunst in Nordrhein-Westfalen. Entstanden im Jahr 1958, wurde die Brunnenanlage vom Düsseldorfer Bildhauer Ferdinand Heseding geschaffen und zählt heute zu den Objekten der Sammlung „Kunst im öffentlichen Raum“ der Landeshauptstadt. Die Figur des Künstlers selbst ist eng mit der Stadt verbunden; er studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und hinterließ dort verschiedene Werke, von denen dieser Brunnen eine der markantesten Aussagen darstellt.

Die Besonderheit des Brunnens liegt nicht nur in seiner künstlerischen Formensprache, sondern auch in seiner räumlichen und funktionalen Integration. Er ist in die Außenverkleidung eines ehemaligen Luftschutzbunkers aus dem Zweiten Weltkrieg eingelassen, der in den Jahren um 1940 errichtet wurde. Diese Verbindung von historischer Bausubstanz und nachkriegszeitlicher Skulptur verdeutlicht den Wandel des Ortes vom Notstand zur kulturellen und gesellschaftlichen Nutzung. Der Brunnen besteht aus drei Becken und wird von zwei im Halbrelief gearbeiteten Figuren flankiert, die jeweils einen Fisch darstellen, aus dessen Maul Wasser austritt.

Die beiden Jünglinge, die auf den Fischen ruhen und gemeinsam einen langen Stock tragen, an dem eine große Rebe mit Gemüsesorten herabhängt, verweisen auf eine biblische Erzählung aus dem vierten Buch Mose. Dort wird beschrieben, wie Josua und Kaleb als Kundschafter ausgesandt wurden, um das gelobte Land Kanaan zu erkunden. Nach ihrer Rückkehr berichten sie von der Fruchtbarkeit des Landes und präsentieren eine riesige Weintraube, die sie gemeinsam auf einer Stange tragen. Diese Motive sind in der bildenden Kunst mehrfach aufgegriffen worden und stehen symbolisch für Überfluss und Hoffnung – Themen, die auch im Nachkriegsdeutschland von zentraler Bedeutung waren.

Der Carlsplatz selbst hat eine lange Tradition als zentraler Marktplatz Düsseldorfs. Seit dem Mittelalter dient er als Treffpunkt für Händler und Bürger und hat sich bis heute als lebendiger Ort im Stadtkern etabliert. Die Kombination aus historischem Stadtbild, vielfältigem Straßenmarkt und künstlerischen Elementen wie dem Brunnen prägt das Stadtbild an dieser Stelle. Die Brunnenanlage wird dabei nicht nur als dekoratives Element wahrgenommen, sondern trägt durch ihre symbolische Aussagekraft zur Identifikation mit dem öffentlichen Raum bei.

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