Denkmal/Gedenkstätte

gedaechtnisbuch

Ludwig-Ganghofer-Straße 4, 82140 Dachau

Highlights

  • Die Ausstellung *„Namen statt Nummern“* zeigt 22 Häftlingsgeschichten mit 25 Bannern in 6 Sprachen und steht unter Schirmherrschaft der KZ-Gedenkstätte Dachau.
  • Seit 2014 leitet Sabine Gerhardus das Projekt, unterstützt von einer Arbeitsgruppe in Polen, die Angehörige bei der Biografierstellung einbindet.

Tipps

  • Die Ausstellung ‚Namen statt Nummern‘ zeigt 22 Biografien ehemaliger Häftlinge des KZ Dachau auf 25 Bannern mit Maßen von 80 cm × 210 cm.
  • Die Begleitbroschüre zur Ausstellung ist in sechs Sprachen verfügbar und kostet fünf Euro pro Exemplar.
  • Zusätzliche Banner zur Ausstellung ‚Geistliche im KZ Dachau‘ ergänzen das Schwerpunktthema mit 13 weiteren Darstellungen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Dachau: Gedaechtnisbuch besuchen

Das Gedächtnisbuch für die Häftlinge des KZ Dachau ist ein zentrales Projekt zur Erinnerung an die Opfer des ehemaligen Konzentrationslagers. Seit seiner Gründung wird das Projekt von einem Trägerkreis begleitet, der sich aus Überlebenden, Angehörigen und historischen Forschern zusammensetzt. Im Mittelpunkt steht die Erstellung von Biografien, die den Alltag, die Leiden und das Schicksal der Gefangenen dokumentieren – jenseits von Statistiken und Nummern.

Ein zentrales Element des Gedächtnisbuchs ist die Wanderausstellung *„Namen statt Nummern“*, die ausgewählte Biografien aus dem Projekt präsentiert. Die 25 Banner zeigen die Schicksale einzelner Häftlinge und vermitteln Einblicke in ihre Lebenswege, ihre Verfolgung und ihr oft tragisches Ende. Die Ausstellung ist in mehreren Sprachen verfügbar, darunter Deutsch, Englisch, Französisch und Ukrainisch, und wird von internationalen Partnern unterstützt. Begleitend dazu gibt es eine Broschüre, die vertiefende Informationen bietet. Zudem ergänzen spezielle Banner zu Themen wie *„Geistliche im KZ Dachau“* oder *„Das Lager und der Landkreis“* das Angebot.

Das Projekt verbindet historische Aufarbeitung mit lebendiger Erinnerungskultur. Durch die Zusammenarbeit mit Angehörigen, etwa in der polnischen Stadt Ostrzeszów, werden neue Biografien erarbeitet und das Gedächtnisbuch kontinuierlich erweitert. Besonders die Arbeit mit Nachkommen ehemaliger Häftlinge sorgt dafür, dass die Geschichten nicht in Vergessenheit geraten. Das Gedächtnisbuch dient damit nicht nur als Dokumentation, sondern als Mahnung, die Verantwortung für die Vergangenheit zu bewahren und die Bedeutung individueller Schicksale im Kontext der NS-Geschichte zu betonen.

Die Ausstellung und das Projekt insgesamt richten sich an ein breites Publikum – von Schulklassen über historische Interessierte bis hin zu internationalen Besuchern. Sie fördert den Dialog über die Folgen des Nationalsozialismus und stärkt das Bewusstsein für die Notwendigkeit, Opferperspektiven sichtbar zu machen. Durch die Verbindung von Forschung, Pädagogik und öffentlicher Präsentation bleibt das Gedächtnisbuch ein lebendiges Zeugnis der Erinnerungskultur in Dachau und darüber hinaus.

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