Rotkreuzmuseum Dachau
Highlights
- Das Rotkreuzmuseum Dachau bewahrt seit 2006 die Geschichte des lokalen BRK und seiner humanitären Einsätze, besonders die 30-jährigen Hilfstransporte in die Westukraine.
- Regelmäßige Sonderausstellungen zeigen aktuelle Projekte wie die Rettungswache Gröbenried oder die internationale Hilfsarbeit des Dachauer BRK.
Tipps
- Das digitale Ausstellungsarchiv ermöglicht eine virtuelle Auseinandersetzung mit historischen Exponaten und Dokumenten der lokalen Rotkreuzgeschichte.
- Ein originaler Hilfskoffer von Hans Ramsteiner illustriert praktische Aspekte der internationalen Rotkreuzhilfe und die Vorbereitung von Einsatzfahrten.
Eigenschaften
Ausflug Kulturmuseum Rotkreuzmuseum Dachau
Das Rotkreuzmuseum Dachau ist eine bedeutende Einrichtung zur Bewahrung und Vermittlung der Geschichte des Roten Kreuzes und der humanitären Idee in der Region. Seit seiner Gründung im Jahr 2006 widmet es sich der Dokumentation der lokalen Rotkreuzgeschichte sowie der internationalen Hilfsarbeit des Dachauer Kreisverbandes. Im Mittelpunkt stehen dabei die humanitären Grundsätze des Roten Kreuzes und die konkreten Tätigkeiten der Dachauer Rotkreuzler, die über Jahrzehnte hinweg weltweit Hilfe geleistet haben.
Das Museum verfügt über ein umfangreiches Historisches Archiv, das als Gedächtnis des Dachauer Kreisverbands dient. Hier werden zahlreiche Dokumente, Unterlagen und Zeugnisse der lokalen Rotkreuzgeschichte aufbewahrt und der Forschung zugänglich gemacht. Obwohl derzeit keine öffentlich zugängliche Dauerausstellung existiert, bietet das Museum regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen, die aktuelle Themen der humanitären Arbeit aufgreifen. Besonders hervorgehoben wird dabei die langjährige Hilfsarbeit in der Westukraine, die seit über drei Jahrzehnten stattfindet.
Ein zentraler Bestandteil der Ausstellungen ist die Darstellung der Hilfsgütertransporte, die nicht nur die logistischen Herausforderungen, sondern auch die persönlichen Begegnungen und Freundschaften zwischen den Helfern und den unterstützten Menschen in den Hilfsgebieten zeigen. Ein besonderes Exponat ist ein kleiner Koffer mit den wichtigsten Utensilien für eine Hilfsgüterfahrt, der vom Gründer der Internationalen Hilfe des Dachauer Rotkreuzes, Hans Ramsteiner, zur Verfügung gestellt wurde. Die Ausstellung vermittelt so nicht nur Fakten, sondern auch die emotionale Dimension der humanitären Arbeit.
Das Museum entstand aus einer privaten Sammlung mit Fokus auf Erste-Hilfe und Sanitätswesen, die vom Gründer Erich Ficklscherer, einem langjährigen BRK-Ausbilder, zusammengestellt wurde. Nach seinem Tod übernahmen seine Kollegen Ernst Hübl und Gerhard Osterrieder die Sammlung und erweiterten sie kontinuierlich. Heute umfasst das Depot über tausend Objekte, die unter konservatorischen Bedingungen für zukünftige Generationen erhalten bleiben. Die Sammlung dokumentiert nicht nur die Geschichte des Dachauer Rotkreuzes, sondern auch die Entwicklung des Sanitätswesens in der Region.
Neben den Ausstellungen bietet das Museum eine AG für die Betreuung des Museums und des Historischen Archivs, die von Tizian Bartling geleitet wird. Diese Arbeitsgruppe sorgt für die Pflege der Sammlung und die regelmäßige Präsentation von Themen aus der Dachauer Rotkreuzgeschichte. Obwohl das Archiv nicht alle Fragen zu bundesweiten oder bayerischen DRK-Entwicklungen abschließend beantworten kann, unterstützt es Besucher:innen bei der Recherche zu lokalen und regionalen Aspekten der humanitären Arbeit. Für spezifische Anfragen zu überregionalen Themen wird auf die Archive des DRK-Generalsekretariats in Berlin sowie des Suchdienstes in München und Hamburg verwiesen.