Kirche/Kloster

Wegekreuz (anno 1758)

Hauptstraße 44, 54612 Wawern

Highlights

  • Spätbarockes Sandstein-Wegekreuz aus 1758 in Wawern (Eifelkreis Bitburg-Prüm) als Glockenblumenkreuz gestaltet.
  • Kulturdenkmal mit Schaftkreuz-Form, ohne Inschrift, unter Denkmalschutz nach § 8 DSchG Rheinland-Pfalz.

Tipps

  • Das Wegekreuz aus dem Jahr 1758 befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Hauptstraße und bietet eine ruhige Atmosphäre für eine kurze Andacht oder Besinnung.
  • Der Sandstein des Kreuzes zeigt typische Merkmale der spätbarocken Architektur mit einer markanten, schlichten Form ohne Inschrift, die auf die historische Bedeutung hinweist.
  • Die genaue Lage ermöglicht eine kurze Wanderung oder einen Spaziergang durch die umliegende Kulturlandschaft der Eifel, die weitere historische Elemente aufweisen kann.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Wegekreuz Wawern (1758) – Sakrale Kultur

Das spätbarocke Wegekreuz aus dem Jahr 1758 in Wawern zählt zu den historischen Andachtsstätten der Region und ist ein bedeutendes Kulturdenkmal im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Gefertigt aus rotem Sandstein, handelt es sich um ein klassisches Schaftkreuz oder Glockenblumenkreuz, das ohne Inschrift überdauert hat. Sein schlichter, aber ausdrucksstarker Aufbau verweist auf die typischen Merkmale der barocken Sakralkunst, die in der Eifel besonders verbreitet war.

Der Standort des Kreuzes liegt in direkter Nähe zur Hauptstraße, wo es seit Jahrhunderten als Wegweiser und Gebetsort für Reisende und Anwohner diente. Als Kulturdenkmal ist es im Nachrichtlichen Verzeichnis der Kulturdenkmäler des Eifelkreises Bitburg-Prüm verzeichnet und unterliegt dem Schutz des Denkmalschutzgesetzes Rheinland-Pfalz (§ 8 DSchG). Die Kulturlandschaftspflege und Denkmalpflege sorgen für seine Erhaltung, um das historische Erbe der Region zu bewahren.

Das Wegekreuz war vermutlich Teil eines größeren Netzwerks von Andachtsstätten, die in der Eifel und angrenzenden Gebieten – etwa im Hochwald oder der Nordeifel – verbreitet waren. Solche Kreuze dienten nicht nur der religiösen Verehrung, sondern auch als Orientierungspunkte für Pilger und Wanderer. Sein spätbarocker Stil hebt sich durch die präzise Bearbeitung des Sandsteins ab, die trotz fehlender Inschrift eine stille Präsenz ausstrahlt.

Für Besucher bietet das Kreuz eine Möglichkeit, sich mit der regionalen Geschichte und dem sakralen Erbe der Eifel zu verbinden. Als Teil des kulturellen Erbes Wawerns spiegelt es den Glauben und die Traditionen vergangener Generationen wider – ein stiller Zeuge der Zeit, der bis heute Andacht und Respekt verdient. Die Koordinaten 50° 06′ 58,58″ N, 6° 29′ 25,38″ O ermöglichen eine einfache Auffindbarkeit für Interessierte.

Die Initiative der LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege und lokaler Denkmalpfleger hat dazu beigetragen, dass das Kreuz auch heute noch als geschütztes Denkmal erhalten bleibt. Sein Erhalt ist nicht nur ein Zeichen für den Wert historischer Bauwerke, sondern auch für das Bewusstsein, dass solche Stätten Teil eines lebendigen kulturellen Gedächtnisses sind.

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