Denkmal/Gedenkstätte

Mahnmal

24955 Harrislee

Highlights

  • Das Mahnmal in Harrislee erinnert jährlich am 27. Januar und 15. September an die Opfer des Nationalsozialismus.
  • Es wurde 1998 anlässlich des Jahrestags der ersten Deportation von dänischen Gefangenen eingeweiht.
  • Die Patenschaft für das Mahnmal liegt bei der Duborg-Skolen, der Zentralschule Harrislee und der Gemeinde.

Tipps

  • Direkt am Parkplatz des Grenzübergangs gelegen, ist das Mahnmal in Harrislee leicht zu erreichen und bietet Platz für eine kurze, reflektierte Pause.
  • Hinter dem Gehölz verläuft der ehemalige Bahndamm, der zur Deportation der dänischen Gefangenen 1944 genutzt wurde – ein wichtiger historischer Bezugsort.
  • Die jährlichen Gedenkveranstaltungen am 27. Januar und 15. September laden zur Auseinandersetzung mit der Geschichte ein, insbesondere für Schulen und Jugendgruppen.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Mahnmal

Das Mahnmal in Harrislee erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus, insbesondere an die Deportation von rund 1600 dänischen Gefangenen aus dem nahe gelegenen Fröslee-Lager. Diese Deportationen begannen im Jahr 1944, als die Gefangenen von der ehemaligen Harrisleer Bahnstation in Viehwaggons verladen und in verschiedene Konzentrationslager transportiert wurden, darunter hauptsächlich das KZ Neuengamme. Der Bahnhof Harrislee fungierte somit als eine der Stationen auf dem Weg in die Hölle für die deportierten Menschen.

Das Denkmal entstand im Rahmen eines Schülerschaffens und wurde 1998 anlässlich des Jahrestags der ersten Deportation feierlich eingeweiht. Die Initiative dazu ging von der deutsch-dänischen Arbeitsgruppe „Harrislee-Bahnhof“ aus, die 1994 gegründet wurde, um die historischen Ereignisse jenseits von nationalen und parteipolitischen Grenzen aufzuarbeiten. Die Patenschaft für das Mahnmal übernehmen seitdem die Duborg-Skolen, die Zentralschule Harrislee sowie die Gemeinde Harrislee. Es dient als Ort der Erinnerung, Trauer und Mahnung – besonders für junge Menschen, die durch die Auseinandersetzung mit der Geschichte Perspektiven für eine humane Zukunft erhalten sollen.

Der Gedenkort befindet sich unmittelbar am ehemaligen Bahnhofsgelände, direkt neben dem Grenzübergang Harrislee/Padborg. Die Lage des Mahnmals in unmittelbarer Nähe des Verkehrsknotenpunktes unterstreicht die historische Bedeutung des Ortes. Hinter dem Gelände verläuft der ehemalige Bahndamm, ein stilles Zeugnis der Vergangenheit. Die zentrale Lage ermöglicht es Besucherinnen und Besuchern, den Ort mit wenig Zeitaufwand zu erreichen – direkt vom Parkplatz aus sind es nur wenige Schritte zum Mahnmal.

Mit einer Bewertung von 4,60 von 5 Sternen bei über 60 Bewertungen wird der Gedenkort regelmäßig wahrgenommen und als wichtiges Element der Erinnerungskultur wahrgenommen. Veranstaltungen und Gedenkfeiern finden jährlich an zentralen Daten statt – unter anderem am 27. Januar sowie am 15. September, dem Tag der ersten Deportation. Diese Gedenkakte werden oft in Zusammenarbeit mit Institutionen wie dem DGB organisiert, auch wenn nicht alle Veranstaltungen von allen kommunalen Vertretern wahrgenommen werden.

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