Parks & Gärten

Berker Wiesen

54589 Kerschenbach

Highlights

  • Berker Wiesen ist ein 43 Hektar großes Naturschutzgebiet nordwestlich von Baasem im Kreis Euskirchen.
  • Das Gebiet schützt unter anderem Borstgrasrasen, Feuchtheiden und artenreiche Berg-Mähwiesen als Lebensräume gefährdeter Arten.
  • Es ist Teil des Natura-2000-Netzes und wird seit 2001 rechtlich geschützt.

Tipps

  • Achten Sie auf das geschützte Biotop und meiden Sie Betreten der sensiblen Flächen wie Feuchtwiesen und Borstgrasrasen.
  • Führen Sie Hunde immer an der Leine, um die Tierwelt nicht zu stören.
  • Verlassen Sie die Wege nur, wo es ausdrücklich erlaubt ist, um den Naturschutz nicht zu gefährden.

Eigenschaften

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Über Berker Wiesen

Die Berker Wiesen in Kerschenbach im Landkreis Vulkaneifel sind ein Naturschutzgebiet von hoher ökologischer und landschaftlicher Bedeutung. Das rund 43 Hektar große Schutzgebiet wurde rechtswirksam festgelegt und zählt heute zu den besonders geschützten Flächen in Rheinland-Pfalz. Es erstreckt sich in einem strukturreichen Wiesental mit angrenzenden Talhängen, die überwiegend extensiv genutzt werden. Die Fläche gliedert sich in mehrere Teilbereiche und umfasst ein vielfältiges Mosaik aus Feucht- und Magergrünland, Borstgrasrasen, Feuchtheiden sowie bachbegleitendem Ufergehölz.

Das Schutzziel des Gebiets umfasst die Erhaltung und Entwicklung gefährdeter Tier- und Pflanzenarten sowie wertvoller Biotoptypen, die in der Region selten geworden sind. Dazu gehören unter anderem seggen- und binsenreiche Nasswiesen, artenreiche Berg-Mähwiesen und montane Magerweiden. Ein besonderes Merkmal stellen die großflächigen Borstgrasrasen dar, die in verschiedenen Ausprägungen vorkommen und unter anderem Lebensraum für die vom Aussterben bedrohte Weißzüngel-Orchidee (Pseudorchis albida) bieten. Diese Lebensräume sind Relikte ehemaliger extensiver Landnutzung und stellen wichtige Rückzugs- und Ausbreitungsgebiete für seltene Arten dar.

Die Berker Wiesen sind auch aus kulturhistorischer Sicht von Bedeutung, da sie ein Beispiel für strukturreiches, traditionell bewirtschaftetes Grünland in der Vulkaneifel darstellen. Die Erhaltung der landschaftlichen Vielfalt und Schönheit ist ebenso Ziel des Naturschutzes wie die Pflege der Quellbereiche mit typischer Quellvegetation. Das Gebiet ist Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 und wird sowohl durch die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie als auch durch die Vogelschutzrichtlinie der Europäischen Union erfasst. In der ökologischen Betrachtung fungiert das Areal als wertvoller Bestandteil eines zusammenhängenden Netzwerks naturnaher Flächen in der Region.

Das Gelände weist zudem wissenschaftliche und naturschutzfachliche Relevanz auf. Die Vielfalt der Biotope und die darin lebenden Arten bieten Forschungsmöglichkeiten zur Entwicklung und Pflege extensiv genutzter Landschaftselemente. Aufgrund seiner Ausstattung mit seltenen Lebensraumtypen und der landschaftlichen Eigenart trägt das Gebiet zur Erhaltung der Biodiversität in der Vulkaneifel bei. Die Pflege und langfristige Sicherung der Berker Wiesen erfolgt unter Berücksichtigung sowohl ökologischer als auch kulturhistorischer Aspekte.

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