der Kunststall
Highlights
- Denkmalgeschütztes Bauernhaus aus dem 18./19. Jh. mit originalem Fachwerk, Rauchkammer und historischer Stallanbindung – seit 1988 Kunstgalerie mit über 100 Ausstellungen.
- Familiengeführte Galerie zeigt Alltagsgeschichte (z. B. Orangenpapier, Tapeten) und Kunst – inkl. barrierefreien Zugang (Parkplatz/Toilette).
- Kombiniert Kunstpräsentation mit regionaler Kultur: Führungen zu Eifel-Bauweise, Lehmarchitektur und denkmalgeschützter Bausubstanz.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Parkplatz ermöglicht eine einfache Anreise und sicheres Abstellen von Fahrzeugen.
- Im historischen Bauernhaus finden sich originale Ausstattungsdetails wie der Kamin mit Rauchfangkappe und Fachwerkstrukturen aus dem 18. Jahrhundert.
- Die Ausstellungskonzepte verbinden künstlerische Werke mit historischen Sammlungen, etwa Tapeten aus dem 19. Jahrhundert oder Alltagsgegenstände mit regionalem Bezug.
Eigenschaften
Kunstgalerie Dahlem: Der Kunststall – Kultur erleben
Der Kunststall in Dahlem ist ein einzigartiger Ort, an dem Kunst, Geschichte und regionaler Charme aufeinandertreffen. Das unter Denkmalschutz stehende Bauernhaus, ursprünglich eine Anbauerstelle der Familien Hermanns und Dederichs, wurde 1988 von einer Familie erworben und seither zu einem lebendigen Kulturzentrum umgebaut. Besonders beeindruckend ist die historische Substanz des Gebäudes: Bei Renovierungsarbeiten wurde ein Türsturz aus dem Jahr 1851 entdeckt, der auf einen noch älteren Ursprung des Hauses hinweist. Die Stallgebäude wurden damals an das quadratische Wohnhaus angebaut, während das Obergeschoss aus verputztem Fachwerk besteht – ein seltenes Zeugnis der regionalen Bauweise, die im 18. Jahrhundert zunehmend durch Putzfassaden ersetzt wurde.
Das Innere des Kunststalls vereint originalgetreue Details mit moderner Ausstellungskultur. Im renovierten Kaminzimmer findet sich ein halb offener Kamin mit Rauchfangkappe, der an die ursprüngliche Nutzung als Wohnstallhaus erinnert. Selbst die Drehanker eines ehemaligen Flügeltors sind noch erhalten, was die historische Raumaufteilung unterstreicht. Seit 1988 hat der Kunststall eine reiche Ausstellungstradition: Über 100 Präsentationen – von zeitgenössischer Kunst bis zu historischen Themen – wurden hier gezeigt. Besonders bekannt wurde die Familie durch Ausstellungen zur Kultur der Eifel, zu Bauernhaustypen oder zur faszinierenden Geschichte des „Orangenpapiers“, das als Alltagsgegenstand mit regionalem Bezug dient.
Neben Kunstausstellungen legt der Kunststall Wert auf kulturelle Bildung. Regelmäßig finden Führungen statt, die das denkmalgeschützte Gebäude und die Architektur Dahlems erlebbar machen – etwa zu Lehmbau oder regionaler Bausubstanz. Die Familie hat zudem ein umfangreiches Archiv aufgebaut, das nicht nur künstlerische Werke, sondern auch Alltagsgegenstände wie historische Tapeten oder handwerkliche Traditionen dokumentiert. Diese Sammlungen erzählen Geschichten jenseits des Offensichtlichen und bieten Einblicke in das Leben vergangener Generationen.
Der Kunststall ist damit mehr als eine Galerie: Er ist ein Ort der Begegnung zwischen Kunst, Handwerk und regionaler Identität. Durch seine barrierefreien Angebote – wie rollstuhlgerechte Parkplätze und Toiletten – steht er einem breiten Publikum offen. Wer sich für die Verbindung von Geschichte, Kunst und ländlichem Flair interessiert, findet hier eine inspirierende Atmosphäre, die sowohl Neugierige als auch Kenner anspricht.