Grossebach
Highlights
- Das Naturschutzgebiet Grossebach in Dahlem umfasst 7,90 ha und schützt gefährdete Biotope und Arten.
- Es liegt im Eifel-Nationalpark und wurde 2001 rechtswirksam als Schutzgebiet ausgewiesen.
- Das Gebiet ist Teil des Natura 2000-Netzes und erhält u. a. Kalkmagerrasen sowie Feucht- und Magerwiesen.
Tipps
- Das Grossebachtal in Dahlem ist ein Naturschutzgebiet mit wertvollen Feucht- und Magerwiesen sowie typischen Kalkmagerrasen.
- Extensive Beweidung und Pflege der Quellbereiche tragen zur Erhaltung gefährdeter Pflanzen- und Tierarten bei.
- Das Gelände bietet aufgrund seiner landschaftlichen Vielfalt und seltenen Biotope gute Voraussetzungen für Beobachtungen in der Natur.
Eigenschaften
Über Grossebach
Das Naturschutzgebiet Grossebach befindet sich im nordrhein-westfälischen Dahlem im Kreis Euskirchen. Es wurde aufgrund seiner besonderen ökologischen und landschaftlichen Bedeutung unter Schutz gestellt und zählt zu den Landschaftsschutzgebieten der Region. Das Gebiet erstreckt sich über eine offizielle Fläche von 7,90 Hektar und umfasst mehrere Teilflächen, die unterschiedliche, naturschutzfachlich wertvolle Lebensräume beinhalten.
Im Zentrum des Naturschutzgebietes steht das Grossebachtal, das durch ein vielschichtiges Biotopmosaik geprägt ist. Entlang des begradigten Grossebaches befinden sich Nass- und Feuchtwiesen, die zum Teil intensiv beweidet werden. Im nordwestlichen Bereich nahe der ehemaligen Bergwerkshalden gibt es jedoch brachliegende Flächen, die artenreiche Pflanzengesellschaften wie Waldbinsen-, Waldsimsen- und Maßliebgewächse beherbergen. Auch Klein- und Großseggenrieder sind in diesen Bereichen zu finden. Östlich der Halden liegen zudem zwei Stauteiche, die von sumpfigem Gelände umgeben sind und charakteristische Pflanzenarten wie Igelkolben und krauses Laichkraut aufweisen.
Ein weiterer Bestandteil des Gebietes ist eine kleinflächige Kalktrift nördlich von Dahlem, welche überwiegend offen ist und durch Beweidung gepflegt wird. Diese Fläche trägt zur Vielfalt der Biotoptypen bei und ist kennzeichnend für die strukturreiche Ausprägung des Naturschutzgebietes. Im Grossebachtal sind zudem verschiedene nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützte Biotoptypen vorhanden, darunter Kalkquellsumpfe und Großseggenriede, die aufgrund ihrer Seltenheit und ökologischen Funktion von besonderer Bedeutung sind.
Das Schutzziel des Gebietes umfasst unter anderem die Erhaltung und Entwicklung gefährdeter Tier- und Pflanzenarten sowie die Pflege wertvoller Biotoptypen wie Kalkmagerrasen, Feuchtwiesen und Quellbereiche. Aufgrund seiner Bedeutung für den Erhalt der biologischen Vielfalt ist das Gebiet auch im Zusammenhang mit der FFH-Richtlinie der Europäischen Union von Relevanz. Es trägt damit zur Vernetzung von Schutzgebieten innerhalb des Natura-2000-Netzes bei und sichert Lebensräume, die für die Erhaltung von Arten von gemeinschaftlichem Interesse wichtig sind.