Museum

Die Grube Carolina

38678 Clausthal-Zellerfeld

Highlights

  • Die Grube Carolina war im 18. Jahrhundert eine der ertragreichsten Gruben des Burgstätter Gangzuges.
  • Sie wurde 1711 als gewerkschaftliche Grube gemutet und erreichte bereits zwei Jahre später Ausbeute.
  • Heute markiert eine Stahlskulptur den ehemaligen Standort des verfüllten Schachtes.

Tipps

  • Das Museum bietet spannende Einblicke in die Bergbaugeschichte mit originalen Modellen und interaktiven Audiodateien.
  • Eine Führung buchen oder den oberirdischen Teil selbst erkunden – beide Optionen sind lohnenswert und informativ.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Die Grube Carolina

Die Grube Carolina befindet sich im historischen Zentrum von Clausthal-Zellerfeld im Landkreis Goslar und zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen des ehemaligen Bergbaus im Oberharz. Ursprünglich im 18. Jahrhundert als gewerkschaftliche Grube errichtet, gehörte sie zusammen mit der Grube Dorothea zum ertragreichsten Bergwerk des Burgstätter Gangzuges. Heute markiert eine Stahlskulptur den ehemaligen Schachtstandort westlich des Oberen Pfauenteiches und erinnert an die einst blühende Bergbauaktivität vor Ort.

Die Geschichte der Grube Carolina ist eng verknüpft mit der Entwicklung der modernisierten Bergbaukasse, die verlassene Gruben wieder nutzbar machte. Schon früh wurde hier Silbererz abgebaut, wobei die Förderung zunächst mit Menschen- und später mit Pferdekraft erfolgte. Erst im Laufe der Zeit gelang es, durch aufwendige Wasserwirtschaftssysteme eine effiziente Förderung zu gewährleisten. Diese nutzte unter anderem Wasser aus benachbarten Teichen sowie komplizierte Gestänge- und Kehrrad-Anlagen, um die Erzgewinnung zu unterstützen.

Im 19. Jahrhundert verlor die Grube jedoch zunehmend an Ertragskraft. Nach mehreren Jahrzehnten produktiven Abbaus wurde sie schließlich stillgelegt und später verstaatlicht. Dennoch blieb ihr Einfluss auf die Region spürbar: Noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts fanden hier bedeutende technische Versuche statt, darunter Experimente mit neuartigen Drahtseilen. Die Grube Carolina war somit nicht nur ein Wirtschaftsfaktor, sondern auch ein Ort der Innovation im Bergbau.

Heute ist die ehemalige Grube ein fester Bestandteil des Oberharzer Bergwerksmuseums, das als eines der ältesten Technikmuseen Deutschlands gilt. In zwei historischen Bürgerhäusern und einem Freigelände werden Werkzeuge, Modelle, Grubenlampen sowie archäologische Funde ausgestellt, die Einblicke in das Leben und Arbeiten der Bergleute ermöglichen. Ein besonderes Highlight ist das Schaubergwerk mit über- und untertägigen Anlagen, darunter originale Bergwerksgebäude und -einrichtungen, die den Besucher direkt in die Welt des historischen Bergbaus entführen.

Als Teil der Oberharzer Wasserwirtschaft, die seit 2010 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, bietet die Gegend um die ehemalige Grube Carolina auch heute noch eine spannende Verbindung zwischen Natur und Kultur. Zahlreiche Wanderwege führen an ehemaligen Teichen, Dämmen und Wasserläufen entlang und verdeutlichen die Bedeutung der Wasserkraft für den Bergbau. Führungen durch das Welterbe öffnen die Tore zu einer über 800 Jahre alten Kulturlandschaft, in der Geschichte greifbar wird.

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