Usedoms botanischer Garten
Highlights
- Usedoms botanischer Garten in Mellenthin beherbergt über 1000 winterharte Pflanzenarten auf 60.000 Quadratmetern.
- Der private Garten wurde 2006 angelegt und zeigt Pflanzen nach systematischer statt geografischer Ordnung.
- 14 Einzelgärten mit Heckenbegrenzung bieten verschiedene thematische Pflanzenerlebnisse.
Tipps
- Ein Besuch lohnt sich besonders für Pflanzenliebhaber, die seltene winterharte Sorten entdecken möchten.
- Die einzelnen Gärten sind thematisch gegliedert und bieten ein abwechslungsreiches Erlebnis bei jeder Station.
- Trotz eingeschränkter Sitzgelegenheiten ist der Garten ideal für einen ruhigen Spaziergang im Freien.
Eigenschaften
Über Usedoms botanischer Garten
Der Usedoms botanische Garten in Mellenthin liegt im Nordosten der Ostseeinsel Usedom im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Es handelt sich um eine private Sammlung von über 1000 winterharten Pflanzenarten, die auf einer Fläche von 60.000 Quadratmetern verteilt sind. Seit Beginn der Anpflanzungen wurden mehr als 50.000 Pflanzen (ohne Frühjahrsblüher-Zwiebeln) eingebracht. Der Garten verfolgt weniger wissenschaftliche als vielmehr erholungsorientierte und bildungsfördernde Ziele. Die Beschriftungen der Pflanzen erfolgen in Latein, Deutsch und Polnisch, was einen Beitrag zur Umweltbildung darstellt. Die Anordnung der Pflanzen richtet sich nicht nach geografischer Herkunft, sondern nach systematischen Gesichtspunkten. Die Gestaltung des Geländes orientiert sich an den natürlichen Gegebenheiten des ehemaligen Ackerlands, ergänzt durch den Einsatz von über 750 Tonnen Natur- und Feldsteinen.
Der Garten gliedert sich in insgesamt 14 Einzelgärten, die größtenteils durch Hecken voneinander getrennt sind. Diese Gestaltung ermöglicht ein individuelles Erlebnis jedes einzelnen Themenbereichs erst bei Betreten des jeweiligen Gartens. Beispiele hierfür sind der Grüne Garten mit seiner umfangreichen Sammlung an Nadelbäumen, Tulpen, Azaleen und Glocken-Heide, oder der Frühe Blumengarten, der vor allem spät winter- und frühjahrsblühende Stauden zeigt. Auch Kastanienbäume prägen dort das Erscheinungsbild. Der Rosengarten beherbergt über 100 verschiedene Rosenarten, die durch Buchshecken strukturiert und von einer Feldahornhecke umgeben sind. Im Späten Blumengarten dominieren Pflanzen mit Blütezeit im Sommer und Herbst, ergänzt durch Frühjahrsblüher wie Schneeglöckchen und Krokusse.
Weitere Gartensegmente sind der Garten am Hang, geprägt durch drei Feldsteinterrassen, auf denen früh und spät blühende Stauden sowie Waldreben und Phlox-Arten wachsen. Abgegrenzt wird er durch Grüne Hecken-Berberitze. Die Liegewiese bildet einen weiteren Themenbereich, der sich durch offene Flächen und Erholungsmöglichkeiten auszeichnet. Die insgesamt große Fläche des Gartens ermöglicht eine Vielfalt an Landschaftsformen und Pflanzengemeinschaften, die sowohl botanisch interessierte Besucher als auch Freunde ruhiger Naturerlebnisse ansprechen.
Einige Besucher kritisieren den Zustand einzelner Bereiche, insbesondere das Hasengehege direkt am Eingang, das dringend einer Überarbeitung bedürfe. Auch die Sitzgelegenheiten im Gelände werden als vernachlässigt wahrgenommen. Dennoch wird die Größe des Gartens und die Vielfalt der Blüten positiv hervorgehoben. Einige Gäste betonen, dass die Bezeichnung „botanischer Garten“ angesichts der privaten Ausrichtung und der landschaftlichen Gestaltung großzügig sei, bestätigen aber die Fülle unterschiedlicher Pflanzen und Blütenbereiche, die sich abseits der ersten Eindrücke erschließen.