Parks & Gärten

Dicke Mark

59348 Lüdinghausen

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Dicke Mark in Lüdinghausen umfasst 53,40 Hektar und schützt urwaldähnliche Eichen- und Buchenbestände.
  • Das Gebiet ist durch strukturreiche Wälder mit Totholz und Höhlenbäumen gekennzeichnet und bildet einen wichtigen Teil des Biotopverbundes.
  • Schutzziel ist die Erhaltung naturnaher Lebensräume, insbesondere für den bedrohten Mittelspecht.

Tipps

  • Das Gelände ist unbefestigt und kann bei Nässe schwer passierbar sein.
  • Geeignete Kleidung und festes Schuhwerk werden empfohlen.
  • Keine ausgewiesenen Wanderwegen – Geländeerkundung auf eigene Gefahr.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Dicke Mark

Das Naturschutzgebiet „Dicke Mark“ liegt im nordrhein-westfälischen Lüdinghausen im Kreis Coesfeld. Es umfasst eine Fläche von etwa 53,4 Hektar und wurde rechtskräftig zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Schutzziel des Gebiets besteht insbesondere im Erhalt und in der Entwicklung naturnaher Lebensräume, der Erhaltung seltener Arten sowie in der Sicherung des landesweiten Biotopverbundes. Die Landschaft präsentiert sich geprägt von strukturreichen Eichen- und Eichenmischbeständen, die auf grundwasserbeeinflussten Sandböden wachsen.

Im Gebiet dominieren urwaldähnliche Waldstrukturen mit einer hohen Diversität an Baumarten und Lebensräumen. Neben alten Eichen finden sich Buchen- und Hainbuchenbestände, die durch dichte Strauchschichten aus Faulbaum, Eberesche und Ilex ergänzt werden. Diese Vielfalt an Biotoptypen fördert eine artenreiche Pflanzengesellschaft, darunter seltene Arten wie Adlerfarn, Frauenfarn, Gewöhnliche Eberesche und Stechpalme. Auch verschiedene Tierarten profitieren von den naturnahen Strukturen, darunter der bedrohte Mittelspecht, der im Rahmen des Biotopverbundes eine besondere Bedeutung hat.

Das Gelände wird im Westen von Buchenwäldern mit Esche geprägt, während im Norden sandarme Standorte vorherrschen, auf denen sich artenärmere Eichen-Buchenbestände entwickelt haben. Im östlichen Teil verläuft ein Bachlauf, der zur Feuchtestruktur des Gebiets beiträgt und von landwirtschaftlich genutzten Flächen umgeben ist. Wanderwege sind innerhalb des Naturschutzgebiets nicht ausgebaut, weshalb der Zugang zu Teilen des Waldes eingeschränkt bleibt. Diese geringe Erschließung trägt zur Erhaltung der natürlichen Strukturen bei.

Ein wesentlicher Schwerpunkt des Naturschutzes liegt auf der Vermeidung von Entwässerungsmaßnahmen sowie auf dem Erhalt des natürlichen Wasserhaushalts. Dazu gehören gezielte Maßnahmen wie das Verfüllen von Entwässerungsgräben, um die ökologischen Funktionen des Gebiets langfristig zu sichern. Die Bewirtschaftung erfolgt weitestgehend extensiv, um den natürlichen Charakter der Wälder zu erhalten und zu fördern. Das Gebiet gilt als eines der strukturreichsten und naturnahsten Waldgebiete im Münsterland und bildet damit einen zentralen Bestandteil des regionalen Biotopverbundes.

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