Friedhof der Niederländisch-reformierten Gemeinde
Highlights
- Der Friedhof der Niederländisch-reformierten Gemeinde in Wuppertal-Elberfeld-West wurde 1851 eingerichtet und ist denkmalgeschützt.
- Alle Gräber sind gleich gestaltet und mit Rosensträuchern geschmückt, die sich auf die Auferstehung beziehen.
- Er gilt seit 2015 als einer der 10 schönsten Friedhöfe Deutschlands und zieht auch außerhalb Wuppertals Besucher an.
Tipps
- Besuchen Sie den Friedhof während der Rosenblüte im Juni/Juli, um die Gräber in voller Blüte zu sehen.
- Der Friedhof ist ein geschützter Ort mit historischen Gräbern und ehemaligen Persönlichkeiten der Region.
- Führungen oder besondere Hinweise können über die Gemeindeverwaltung erfragt werden.
Eigenschaften
Über Friedhof der Niederländisch-reformierten Gemeinde
Der Friedhof der Niederländisch-reformierten Gemeinde in Wuppertal-Elberfeld-West ist eine geschichtsträchtige und gleichzeitig ästhetisch bemerkenswerte Anlage, die seit seiner Gründung im 19. Jahrhundert als Ort der Ruhe und des Gedenkens dient. Gelegen im Stadtteil Elberfeld-West, gehört der Friedhof zu den kulturellen und sakralen Sehenswürdigkeiten der Region und steht unter Denkmalschutz. Die Gestaltung folgt dem Prinzip der Herrnhuter Brüdergemeine: Alle Gräber sind schlicht und einheitlich angelegt, jeder von einem Rosenstrauch begleitet, der als Symbol für die frohe Botschaft von der Auferstehung verstanden wird.
Besucher berichten, dass der Friedhof besonders zur Rosenblüte im Sommer ein außergewöhnlicher Ort ist. Die schlichten Grabsteine in Kombination mit den blühenden Rosen schaffen eine Atmosphäre der Stille und Schönheit, die den Friedhof fast wie einen parkähnlichen Raum erscheinen lässt. Diese besondere Gestaltung hat dem Friedhof auch überregionale Anerkennung eingebracht – seit Ende 2015 zählt er zu den zehn schönsten Friedhöfen Deutschlands. Die harmonische Gestaltung und die ruhige Lage machen ihn zu einem Ort der Besinnung, der sowohl für Interessierte der Gartenkunst als auch für historisch oder theologisch Interessierte von Bedeutung ist.
Auf dem Friedhof ruhen Persönlichkeiten, die in der Geschichte Wuppertals und darüber hinaus eine Rolle spielten. Dazu gehören unter anderem Daniel von der Heydt, einer der Initiatoren des Elberfelder Systems, Hermann Friedrich Kohlbrügge, der erste Pastor der Gemeinde und ein bedeutender Theologe, sowie Hermann Albert Hesse, Elberfelder Pfarrer der Bekennenden Kirche und Überlebender des KZ Dachau. Auch der ehemalige Oberbürgermeister Heinz Frowein und der Industrielle Abraham Frowein sind hier begraben. Diese Verknüpfung von regionaler Sozial- und Kirchengeschichte verleiht dem Friedhof eine zusätzliche kulturhistorische Dimension.
Ein besonderes Gedenkmal erinnert an das Schicksal des niederländischen Zwangsarbeiters Bas Benner, der während des Zweiten Weltkriegs nach Wuppertal verschleppt wurde und hier 1945 starb. Seine Gebeine wurden später auf den Ehrenfriedhof der Niederländer in Düsseldorf überführt. Das Denkmal steht symbolisch für die Erinnerung an die über 20.000 Zwangsarbeiter, die während des Krieges in der Region zur Arbeit gezwungen wurden. In diesem Sinne verbindet der Friedhof nicht nur christliche Tradition und Gartenkunst, sondern auch die Erinnerung an die Opfer der NS-Zeit.