Denkmal/Gedenkstätte

Gedenkstätte "Schlacht von Kircheib" vom 19. Juni 1796

B8, 57635 Buchholz (Westerwald)

Highlights

  • Am 19. Juni 1796 kämpften französische Revolutionstruppen hier gegen kaiserliche Heere um Ideale wie ‚Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit‘.
  • Das Denkmal markiert den Standort des Feldlagers auf dem Bergsporn Jungeroth, wo französische Truppen unter Kléber stationiert waren.
  • Die Schlacht bei Kircheib (heute Buchholz) war Teil des Rückzugs der Armée de Sambre-et-Meuse nach dem Bergischen Land.

Tipps

  • Ein Besuch ermöglicht Einblicke in die strategische Bedeutung des Bergsporns Jungeroth als Lagerplatz der französischen Truppen während des Rückzugs aus der Region im Jahr 1796.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Schlacht von Kircheib 1796 – Kulturdenkmal Buchholz (Westerwald)

Die Gedenkstätte „Schlacht von Kircheib“ vom 19. Juni 1796 in Buchholz (Westerwald) erinnert an eine prägende Auseinandersetzung der napoleonischen Ära. Auf dem historischen Bergsporn Jungeroth wurde damals ein strategisches Feldlager der französischen Revolutionstruppen errichtet, die mit dem Ideal von „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ gegen die absolutistischen Heere des Heiligen Römischen Reiches kämpften. Die Schlacht markierte einen Wendepunkt im Konflikt zwischen den revolutionären Ideen und den traditionellen Machtstrukturen des alten Europas.

Die Gedenkstätte liegt an einem Ort, an dem sich im Juni 1796 französische Truppen unter General Kléber mit österreichischen Verbündeten des Deutschen Kaisers gegenüberstanden. Die Texttafel vor Ort verdeutlicht die historische Bedeutung: Links sind die Stellungen der französischen Truppen, rechts die der österreichischen Positioniert, während das Denkmal selbst den Mittelpunkt der damaligen Auseinandersetzung markiert. Die Schlacht war Teil des Rückzugs der Armée de Sambre-et-Meuse nach ihrem gescheiterten Vorstoß ins Bergische Land, was die Bedeutung des Westerwalds als militärisches Schauplatz unterstreicht.

Die Gedenkstätte dient als Mahnmal für die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche des 18. Jahrhunderts. Sie zeigt, wie revolutionäre Ideale auf militärische Realität trafen und wie sich die Machtverhältnisse in Europa verschoben. Besonders die Rolle der französischen Truppen als Träger neuer demokratischer Vorstellungen hebt die Stätte als kulturelles Denkmal hervor. Die Umgebung des Bergsporns Jungeroth bietet zudem einen Einblick in die historische Landschaft des Westerwalds, die damals als entscheidender Raum für die Bewegungen der Zeit galt.

Für Geschichtsinteressierte und Wanderer ist die Gedenkstätte ein faszinierender Ort, um die Ereignisse von 1796 nachzuvollziehen. Die klare Aufteilung der Truppenstellungen und die informativen Hinweise machen den historischen Kontext greifbar. Die Gedenkstätte verbindet so Vergangenheit mit der heutigen Bedeutung des Westerwalds als Region mit bewegter Geschichte – ein Ort, an dem sich die Spuren der europäischen Umbrüche bis heute ablesen lassen.

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