Kirche/Kloster

Hochwassernotkapelle In Kripp

Quellenstraße 71, 53424 Remagen-Kripp

Highlights

  • Kripp ist ein Ortsteil von Remagen und hatte 2024 etwa 3819 Einwohner.
  • Der Ort wurde 1706 gegründet und war früher eine wichtige Treidelstation am Rhein.
  • Bekannt ist Kripp durch seine Ziegelindustrie und die Erbauung der Nepomukkirche aus heimischen Ziegeln.

Tipps

  • Die Hochwassernotkapelle in Kripp ist ein Ort der Ruhe und Stille, ideal für einen kurzen Besuch bei Spaziergängen durch den Ortsteil.
  • Die neogotische Kirche kann von außen bestaunt werden, doch der Zugang zu Inneren ist nicht immer möglich, da die Türen oft verschlossen sind.
  • Kripp liegt direkt am Rhein und lädt mit seiner historischen Schifffahrtsgeschichte und ländlichen Idylle zu einer Erkundung ein.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Hochwassernotkapelle In Kripp

Die Hochwassernotkapelle in Kripp ist ein sakraler Ort in unmittelbarer Nähe zum Rheinufer im Ortsbezirk Remagen-Kripp, Landkreis Ahrweiler, Rheinland-Pfalz. Die Kapelle steht als Zeugnis einer besonderen historischen und naturräumlichen Situation und verkörpert den engen Zusammenhang zwischen Mensch, Natur und Glauben in dieser rheinischen Gemeinde. Ihre Lage direkt am Fluss macht sie zu einem markanten Punkt in der örtlichen Kulturlandschaft.

Errichtet wurde die Notkapelle in einer Zeit, in der die Region vom Rhein geprägt war – sowohl wirtschaftlich als auch durch die ständige Bedrohung durch Hochwasser. Sie dient als Ausdruck des Glaubens und des Vertrauens der Bevölkerung in Zeiten der Not. Die genaue Entstehungszeit ist nicht eindeutig dokumentiert, doch ihre Funktion als Notkapelle weist auf eine enge Verbindung zur Natur und den Herausforderungen des Lebens am Fluss hin. Die Kapelle ist Teil der katholischen Kirchenlandschaft der Region und steht unter dem Schutz der römisch-katholischen Kirche.

Architektonisch zeigt die Kapelle Merkmale einer neogotischen Kirchenbauweise, die im äußeren Erscheinungsbild an traditionelle deutsche Sakralbauten erinnert. Die Gestaltung der Fassade sowie die klaren Linienführung sprechen für einen typischen Stil der späten 19. oder frühen 20. Jahrhunderts. Besucher berichten von einer Atmosphäre der Ruhe und Stille, die den Ort umgibt. Dennoch ist anzumerken, dass die Kirchentüren nicht immer geöffnet sind, was den Zugang zu inneren Räumen zeitweise einschränkt.

Kripp selbst hat eine reiche und vielschichtige Geschichte, die eng mit der Entwicklung am Rhein verbunden ist. Ursprünglich als Treidelstation von Bedeutung, entwickelte sich der Ort im Laufe der Jahrhunderte durch Ziegelbau, Lederherstellung und späteren Betonabbau zu einer eigenständigen rheinischen Siedlung. Die Maria-Luisen-Quelle, die bei einem Hochwasser entdeckt wurde, markiert einen weiteren Wendepunkt in der Geschichte des Ortes und unterstreicht die enge Verzahnung von Naturereignissen und menschlichem Handeln.

Die Hochwassernotkapelle steht somit nicht isoliert, sondern ist eingebettet in die erzählerische und kulturelle Schichtung des Ortes. Sie erinnert an die Herausforderungen, denen die Menschen am Rhein gegenüberstanden, und zugleich an die Kraft des Glaubens und der Gemeinschaft, die in schweren Zeiten Halt gab. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 4,60 von 5 Sternen bei sieben Bewertungen wird der Ort als besonders gelungenes Beispiel sakraler Architektur und kultureller Erinnerung wahrgenommen.

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