Denkmal/Gedenkstätte

Schloss Adolphsburg im Sauerland

Hauptstraße 1, 57399 Kirchhundem-Oberhundem

Highlights

  • Schloss Adolphsburg ist ein barockes Wasserschloss im Sauerland, erbaut um 1673 von Johann Adolf von Fürstenberg.
  • Das Schloss diente zunächst als Erholungs- und Alterssitz und später als Jagdschloss der Familie von Fürstenberg.
  • Heute beherbergt es Ferienwohnungen und zählt zu den historischen Sehenswürdigkeiten im oberen Hundemtal.

Tipps

  • Das Schloss Adolphsburg ist ein barockes Wasserschloss aus dem 17. Jahrhundert und heute privat genutzt.
  • Besucher finden Ferienwohnungen direkt im Schloss sowie Informationen zur Geschichte vor Ort.
  • Parken sollte auf öffentlichen Flächen erfolgen, da der Schlossparkplatz privat ist.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Schloss Adolphsburg im Sauerland

Das Schloss Adolphsburg im Sauerland befindet sich im Ortsteil Oberhundem der Gemeinde Kirchhundem in Nordrhein-Westfalen. Die im 17. Jahrhundert erbaute Wasserburg prägt das Ortsbild und zählt heute zu den bedeutenden Kulturdenkmälern der Region. Ursprünglich als Erholungs- und Alterssitz des geistlichen Fürsten Johann Adolf von Fürstenberg errichtet, entstand das Schloss auf den Fundamenten einer älteren Burganlage. Es wurde nach Plänen des Architekten Ambrosius von Oelde erbaut und später durch kaiserliche Urkunde zum adeligen Herrensitz erhoben.

Das barocke Gebäudekomplex umfasst das Herrenhaus, eine Vorburg sowie einen gepflegten Schlossgarten, der sich um die Wassergräben erstreckt. Im Inneren des Schlosses finden sich noch heute Spuren der ursprünglichen Ausstattung, darunter barocke Kamine im Rittersaal und eine Alabasterbüste Johann Adolfs von Fürstenberg, die auf den Bildhauer Johann Mauritz Gröninger zurückgehen. Im Laufe der Jahrhunderte diente das Schloss verschiedenen Zwecken – von Wohnsitz adeliger Familien über Jagdschloss bis hin zu einer Missionsschule, die hier von den Missionaren der Heiligen Familie geführt wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zeitweise von Evakuierten genutzt, ehe die Missionsschule in den 1940er Jahren wiedereröffnet wurde. Mit dem Umzug der Schule in das neu errichtete Kloster Maria Königin in Altenhundem in den 1950er Jahren stand das Schloss leer und geriet in einen bedenklichen baulichen Zustand. Erst Mitte der 1980er Jahre gelang es, private Investoren für eine umfassende Restaurierung zu gewinnen. Heute wird das Ensemble zu großen Teilen als Ferienanlage genutzt, wobei eine Eigentümergemeinschaft das Gebäude unterhält und bewirtschaftet.

Die Adolphsburg ist ein geschichtsträchtiges Zeugnis der Fürstenbergischen Herrschaft im Sauerland und spiegelt über drei Jahrhunderte wechselvolle Nutzung wider. Die Familie Mettbach, die heute zu den Miteigentümern gehört, hat eine enge Verbundenheit zur Burg und trägt maßgeblich zur Erhaltung des Denkmals bei. Gäste können sich in den ehemaligen Räumen des Schlosses zurückziehen und die Atmosphäre einer einst mächtigen Adelsfamilie erleben. Die Burganlage bleibt ein Ort der Ruhe und des kulturellen Erbes im malerischen Oberhundem.

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