Parks & Gärten

Silbergsrücken und Puderbachtal

57319 Bad Berleburg Richstein

Highlights

  • Gefährdete Arten des Magergrünlands sowie diverse Sukzessionsstadien sind hier besondere Schutzgüter.
  • Das Gebiet umfasst auch feuchte Grünlandbereiche und naturnahe Bachabschnitte mit Ufergehölzen.

Tipps

  • Das Gelände ist besonders für seltene Magergrünlandarten und verschiedene Sukzessionsstadien von Brachflächen geeignet.
  • In der Vegetationszeit auf blühende Pflanzen und typische Lebensräume wie Ginsterheiden und Nassgrünland achten.
  • Wanderwege bieten gute Gelegenheit zur Beobachtung extensiv genutzter Hangwiesen und Felspioniervegetation.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Silbergsrücken und Puderbachtal

Das Naturschutzgebiet Silbergsrücken und Puderbachtal liegt im südlichen Nordrhein-Westfalen, im Bereich der Gemeinde Bad Berleburg-Richstein im Kreis Siegen-Wittgenstein. Es erstreckt sich über eine Fläche von rund 49,3 Hektar und umfasst einen strukturreichen Grüngürtel entlang eines südexponierten Hangbereichs. Das Gelände gliedert sich durch ein vielfältiges Mosaik aus Magerwiesen, Ackerflächen, Brachflächen, Ginsterheiden und naturnahen Fließgewässern. Diese Landschaft prägt sich durch eine hohe ökologische Vielfalt aus, die sowohl für den Naturschutz als auch für die landschaftliche Eigenart der Region von Bedeutung ist.

Im Zentrum des Schutzgebiets stehen verschiedene gefährdete Lebensraumtypen im Fokus des Naturschutzes. Dazu gehören unter anderem mageren Glatthafer- und Goldhaferwiesen, artenreiche Äcker, Nass- und Feuchtgrünlandflächen sowie extensiv bewirtschaftete Obstwiesen. Die Hanglagen mit ihren sonnigen Expositionen bieten zudem Brachflächen in unterschiedlichen Sukzessionsstadien, Felsböschungen mit Pioniervegetation sowie strukturreiche Hecken und Waldränder. Diese Vielfalt an Biotopen trägt zur Erhaltung gefährdeter Tier- und Pflanzenarten bei und sichert typische Lebensgemeinschaften eines mittelgebirgischen Kulturlandschaftsraumes.

Das Puderbachtal im östlichen Teil des Gebiets bildet einen schmalen, feuchtgrünen Talgrund, der durch naturnahe Abschnitte des Puderbaches geprägt ist. Ufergehölze säumen den Bachlauf, der stellenweise begradigt und von Waldflächen eingesäumt wird. Im Oberlauf des Tales befinden sich schafbeweidete Magerweiden, waldnahe Brachen und eine Wildwiese, die sanfte Übergänge zu angrenzenden Laubwäldern ermöglichen. In unmittelbarer Nähe zur Quelle eines Nebenbaches liegt zudem der vergitterte Eingang des Sollens „St. Maria“, der als potenzielles Quartier für Fledermäuse und Amphibien von Bedeutung sein kann.

Das Naturschutzgebiet gliedert sich in verschiedene Zonen, darunter eine Fläche zur Laubholzwiederaufforstung sowie Bereiche mit Sonderregelungen zur extensiven Grünlandbewirtschaftung. Diese Zoneneinteilung dient der langfristigen Erhaltung der charakteristischen Biotope und der landschaftlichen Struktur des Hangzuges. Die Flächen des NSG sind Teil eines größeren landschaftlichen Zusammenhangs und grenzen direkt an schützenswerte Biotope des Typs „Kulturlandschaft nördlich Puderbach“ sowie des „Oberen Puderbachtals“, was die regionale Bedeutung des Gebietes unterstreicht.

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