Kirche/Kloster

Karsthans-Kirche

72356 Dautmergen

Highlights

  • Die Karsthans-Kirche in Dautmergen wurde 1834/1835 im Kameralamtsstil erbaut und ist ein bedeutender ländlicher Sakralbau des Klassizismus.
  • Sie erhielt ihren Namen nach Hans Maurer, genannt Karsthans, einem reformatorischen Wanderprediger und Freiburger Arzt.
  • Das Gebäude verfügt über eine Hufeisenempore, ägyptisierende Kapitelle und hohe Rundbogenfenster typisch für den Stil der Zeit.

Tipps

  • Beim Besuch der Karsthans-Kirche in Dautmergen lohnt sich ein Blick auf den erhaltenen romanischen Turm der Vorgängerkirche aus dem 11. Jahrhundert.
  • Der Eingang zur Kirche befindet sich im Osten, der Altar im Westen, was bei der Orientierung vor Ort hilfreich ist.
  • Neben dem Kirchengässle führt ein Fußweg entlang der Mauer des südlich gelegenen Begräbnisplatzes zur Kirche.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Ausflug zur Karsthans-Kirche in Dautmergen

Die Karsthans-Kirche in Dautmergen ist ein bedeutendes sakrales Bauwerk im Zollernalbkreis und steht unter dem Dach der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Sie ist die Gemeindekirche der evangelischen Kirchengemeinde Täbingen, Dautmergen und Zimmern unter der Burg. Ihren Namen trägt sie zu Ehren des reformatorischen Wanderpredigers und Freiburger Arztes Hans Maurer, genannt Karsthans, der maßgeblich zur Verbreitung der Reformation in der Region beigetragen hat. Das Kirchengebäude zählt als einer der bedeutendsten ländlichen Sakralbauten des Klassizismus im Kreis und vereint architektonische Elemente des sogenannten Kameralamtsstils mit besonderer Ausstrahlungskraft.

Errichtet wurde die heutige Kirche in den Jahren um 1834/1835 nach Entwürfen des Bauinspektors Carl Christian Nieffer, wobei der romanische Turm einer Vorgängerkirche erhalten blieb. Diese Vorgängerkirche war eine romanische Chorturmkirche, die dem heiligen Blasius geweiht war und bereits seit dem Mittelalter auf dem Gelände stand. Die neue Kirche erhielt eine klassizistische Gestaltung mit klaren, schlichten Formen und einer rechteckigen Grundstruktur. Im Osten befindet sich der Haupteingang, während der Altar im Westen aufgestellt ist. Südlich des Gebäudes erstreckt sich ein von einer Mauer umgebener Friedhof, und östlich führt das Kirchengässle als Fußweg entlang zur Kirche und zum Pfarrhaus, einem Fachwerkbau aus dem frühen 18. Jahrhundert.

Architektonisch zeigt die Karsthans-Kirche typische Merkmale des Kameralamtsstils: klare Proportionen, tonnengewölbte Räume, hölzerne Säulen mit ägyptisierenden Kapitellen sowie eine U-förmige Empore, die als sogenannte „Hufeisenempore“ den Kirchenraum umschließt. Diese Emporen erweitern den verfügbaren Raum für die Gemeinde und tragen zur akustischen wie räumlichen Funktion des Gotteshauses bei. Die Außenwände sind durch Pilaster gegliedert, und die Fenster im Rundbogenstil verleihen dem Bau ein helles, freundliches Licht. Besonders auffällig ist das Halbrundfenster im Giebeldreieck der Ostseite, das von einem Gesims eingefasst wird.

Die Innenausstattung ist in einem schlichten Klassizismus gehalten, überwiegend in Weiß mit sparsamen vergoldeten Akzenten. Im Westen befinden sich Altar und Kanzel in Form eines Kanzelaltares, wobei die Kanzel über dem Altar mit einem runden Schalldeckel und einem vergoldeten Pinienzapfen als Abschluss gestaltet ist. Beide Elemente werden von raumhohen Pilastern mit ägyptisierenden Kapitellen eingerahmt. Die Orgel steht auf der Empore an der östlichen Giebelseite und vervollständigt das harmonische Bild des Innenraums. Diese klare, zurückhaltende Formensprache unterstreicht den lutherischen Glaubensgrundsatz der Offenheit und Gemeinschaft im Gottesdienst.

Die Karsthans-Kirche ist nicht nur ein Ort der religiösen Gemeinschaft, sondern auch ein kulturhistorisches Zeugnis der Reformationsgeschichte und der ländlichen Kirchenbaukunst des 19. Jahrhunderts im Zollernalbkreis. Mit ihrem klaren klassizistischen Stil, der geschichtsträchtigen Verbindung zur Reformation und der liebevoll erhaltenen Ausstattung ist sie ein lohnendes Ausflugsziel für alle, die sich für Sakralarchitektur und Regionalgeschichte interessieren.

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Häufige Fragen zu Karsthans-Kirche

Was ist die Karsthans-Kirche?
Die Karsthans-Kirche ist eine evangelische Kirche in Täbingen-Dautmergen, benannt nach dem Reformator Hans Maurer, genannt Karsthans. {stand}.

Quelle: wikipedia

Wann wurde die heutige Karsthans-Kirche erbaut?
Das heutige Kirchengebäude entstand 1834/1835 im klassizistischen Stil neben dem romanischen Turm einer Vorgängerkirche. {stand}.

Quelle: wikipedia

Welche Baustil prägt die Karsthans-Kirche?
Die Kirche ist im spätklassizistischen Stil erbaut und zählt als bedeutendster ländlicher Sakralbau dieses Stils im Zollernalbkreis. {stand}.

Quelle: wikipedia

Wie ist der Grundriss und die Architektur der Kirche gestaltet?
Es handelt sich um eine rechteckige Emporenkirche mit tonnengewölbtem Mittelschiff, hölzernen Säulen mit ägyptisierenden Kapitellen und drei umlaufenden Emporen. {stand}.

Quelle: wikipedia

Was ist die historische Bedeutung der Karsthans-Kirche?
Die Kirche erinnert an Hans Maurer (Karsthans), einen reformatorischen Prediger, und markiert die Reformationsgeschichte der Region um Täbingen. {stand}.

Quelle: wikipedia