Burgruine Hohenfels
Highlights
- Die Burgruine Hohenfels liegt auf rund 400 Metern Höhe zwischen Allendorf und Buchenau in Hessen.
- Sie war eine Doppelburg auf den Gipfeln des Hohenfelses und des kleinen Hohenfelses.
- Erste urkundliche Erwähnung der Herren von Hohenfels erfolgte 1174, die Burg wurde 1293 geschleift.
Tipps
- Die Burgruine Hohenfels liegt auf etwa 400 Meter Höhe und ist über einen markierten Wanderweg erreichbar, der körperliche Fitness erfordert.
- Die Anlage besteht aus einer historischen Doppelburg mit wenigen sichtbaren Mauerresten und Kellergewölben, die seit dem 13. Jahrhundert nicht mehr genutzt wird.
Eigenschaften
Über Burgruine Hohenfels
Die Burgruine Hohenfels liegt in der Gemeinde Dautphetal im Landkreis Marburg-Biedenkopf in Hessen. Die historische Anlage thront auf den Gipfeln des Hohenfelses und des kleinen Hohenfelses in einer Höhe von rund 400 Metern über dem Meeresspiegel. Es handelt sich um eine ehemalige mittelalterliche Doppelburg, die aus zwei getrennten, aber eng miteinander verknüpften Burgen besteht. Die westliche Burg weist eine Grundfläche von etwa 560 Quadratmetern auf und gilt als der ältere Teil der Anlage, während die östliche Burg mit rund 390 Quadratmetern deutlich kleiner ist.
Die Burg Hohenfels war der Stammsitz der Herren von Hohenfels, einer einflussreichen Lokalherrenschaft in der Region. Erste urkundliche Erwähnungen der Familie datieren aus dem späten 12. Jahrhundert. Mehrere Mitglieder der Familie werden im 13. Jahrhundert als Burgherren genannt. Die Herren von Hohenfels vertraten die Interessen des Erzstifts Mainz, was zu Spannungen mit dem hessischen Landgrafen führte. Im Zuge eines militärischen Konflikts wurde die Burg im späten 13. Jahrhundert unter Landgraf Heinrich I. geschleift und danach nicht mehr bewohnt. Seitdem verfiel die Anlage allmählich und geriet in Vergessenheit, bis sie im späten 20. Jahrhundert wiederentdeckt wurde.
Heute sind von der ehemaligen Burganlage nur noch wenige Überreste sichtbar. Dazu zählen einzelne Mauerreste sowie Teile der Kellergewölbe. Die archäologischen Funde wurden seit 1997 durch den Burgverein Hohenfels in Zusammenarbeit mit der Universität Marburg erforscht und dokumentiert. Die Ruine ist öffentlich zugänglich und durch informative Hinweistafeln erschlossen, die interessierten Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in die Geschichte der Anlage ermöglichen.
Die Burgruine Hohenfels ist Teil der Wanderroute D10 „Elmshäuser Zeitreise“ und zählt dort zu den fünf besonders sehenswerten Stationen. Der Weg zur Ruine erfordert eine gewisse körperliche Fitness, da der Anstieg durch den umliegenden Wald führt. Teilweise sind die Wege mit Holz belegt, das im Laufe der Zeit verrottet. Die ruhige Lage und der Blick über das Umland machen die Burgruine zu einem lohnvollen Ziel für Natur- und Kulturinteressierte.
Die Burg Hohenfels steht exemplarisch für die mittelalterliche Burgenlandschaft Hessens. Ihre geschichtliche Bedeutung wird in mehreren Publikationen zur hessischen Burgenforschung gewürdigt. Die literarischen Quellen und Forschungsergebnisse unterstreichen die regionale Relevanz der Anlage, die eng mit der Entwicklung der Gemeinde Dautphetal und ihrer Umgebung verknüpft ist.