Klausenkapelle
Highlights
- Die Klausenkapelle in Deidesheim wurde um 1350 erbaut und ist den Vierzehn Nothelfern geweiht.
- Sie liegt im Klausental am Zeiselbach, nahe der Gemarkungsgrenze zu Königsbach.
- Die Kapelle wurde mehrfach zerstört und zuletzt 1846 nach Plänen von Bischof Nikolaus von Weis wiederhergestellt.
Tipps
- Die Klausenkapelle ist von März bis Oktober geöffnet, sonntags zumeist von 10 bis 18 Uhr.
- Der etwa 430 Meter lange Kreuzweg zur Kapelle ist sehenswert und bietet Sitzgelegenheiten.
- Das Klausenfest findet jährlich am Margaretentag, dem Sonntag vor oder nach dem 20. Juli, statt.
Eigenschaften
Über Klausenkapelle
Die Klausenkapelle in Deidesheim ist eine historische Wallfahrtskapelle, die bereits im 14. Jahrhundert erbaut wurde und den Vierzehn Nothelfern geweiht ist. Sie liegt im Klausental auf einer Höhe von rund 229 Metern über Normalhöhennull und zählt heute zu den sakralen Kulturdenkmälern in Rheinland-Pfalz. Die Kapelle ist auch unter dem Namen „Klause Zeiselbach“ bekannt und befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Gemarkungsgrenze zu Königsbach. Ursprünglich wurde an dieser Stelle eine Fronleichnamskapelle mit einer Klausnerwohnung errichtet, die später dem Kult der Vierzehn Nothelfer gewidmet wurde – eine Verehrungsform, die sich hier bereits ab dem 17. Jahrhundert nachweisen lässt.
Die Geschichte der Kapelle ist eng verbunden mit den Wirren der vergangenen Jahrhunderte. Während des Dreißigjährigen Krieges sowie im Zuge der Französischen Revolution erlitt das Gebäude erhebliche Schäden. Mehrfach wurde es im Laufe der Zeit renoviert oder sogar neu errichtet, zuletzt im Jahr 1846 unter Bischof Nikolaus von Weis. In dieser Zeit erfolgte auch die Weihe unter die Vierzehn Nothelfer, deren Schutz und Fürbitte besonders in Notlagen gesucht wurde. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Kapelle zeitweise als Viehstall oder militärischer Unterstand missbraucht wurde, doch sie wurde stets wiederhergestellt und bleibt bis heute ein Ort der Andacht.
Architektonisch ist die Klausenkapelle eine schlichte Saalkirche mit eingezogenem Chor und einem offenen Dachreiter, unter dem eine historische Glocke von 1870 erklingt. Im Inneren beeindrucken kunstvolle Deckenmalereien aus dem 19. Jahrhundert sowie sakrale Figuren, darunter Heiliger Josef und die Muttergottes. Ein Triumphbogen trennt das Langhaus vom Chor, und östlich des Chors befindet sich ein kleines Vordach mit der zwölften Station des Kreuzwegs, der von der Kapelle aus ins nahegelegene Königsbach führt. Dieser etwa 430 Meter lange Weg ist mit Kreuzwegstationen gesäumt und lädt zur Besinnung ein.
Die alljährliche Wallfahrt zur Klausenkapelle, das sogenannte Klausenfest, findet am Margaretentag statt – jeweils am Sonntag vor oder nach dem 20. Juli. In der Zeit zwischen März und Oktober ist die Kapelle sonntags für Besucher geöffnet und bietet sowohl innen als auch außen Raum für Andacht sowie Sitzgelegenheiten zur Ruhe. Die idyllische Lage im Klausental, umgeben von Weinbergen und Wäldern, macht die Kapelle zu einem sehenswerten Ausflugsziel mit kultureller und historischer Bedeutung in der Region.