Heimathaus
Highlights
- Das Heimathaus Delbrück zeigt historische Fotografien der Königspaare (1939–heute) und Diademe aus den 1980er/90er Jahren.
- Ausgestellt sind zudem Königsorden, Medaillen sowie die älteste Delbrücker Fahne (1934) der Schützenbruderschaft.
- Seit 2000 präsentiert das Haus volkskundliche Sammlungen wie Karnevalszeitungen (ab 1853) und das Hamburger Kreuz (1875).
Tipps
- Die Ausstellung zeigt historische Fotografien der Königspaare und ihrer Hofstaaten ab dem Jahr 1939 sowie besondere Diademe aus den 1980er- und 1990er-Jahren.
- Im Rahmen der Präsentation werden originale Fahnen der Bruderschaft aus dem Jahr 1934 mit unterschiedlichen Bändern ausgestellt.
- Die Sammlung umfasst Königsorden, Medaillen, Freundschaftsnadeln und Ehrengaben befreundeter Vereine, die die Vereinsgeschichte dokumentieren.
Eigenschaften
Kultur & Museum in Delbrück: Heimathaus entdecken
Das Heimathaus in Delbrück ist ein lebendiges Museum und kulturelles Zentrum, das die regionale Geschichte, Traditionen und Bräuche der Stadt lebendig hält. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen historische Schätze wie Fotografien der Königspaare samt Hofstaat aus den 1930er-Jahren bis in die Gegenwart. Besonders beeindruckend sind die Königinnendiademe aus den 1980er- und 1990er-Jahren sowie eine Sammlung seltener Königsorden, Medaillen und Freundschaftsnadeln befreundeter Bruderschaften. Ein weiteres Highlight ist die erste Fahne der Bruderschaft aus dem Jahr 1934, die mit ihren historischen Fahnenbändern an die Verbundenheit der Gemeinschaft erinnert.
Die Sammlung reicht von volksgeschichtlichen Gegenständen bis hin zu karnevalistischen Raritäten. So finden sich hier alte Karnevalszeitungen ab 1853, darunter das älteste bekannte Delbrücker Fastnachtslied, sowie gesammelte Liederhefte und bedruckte Bierdeckel. Ein besonderes Stück ist das „Hamburger Kreuz“ aus dem Jahr 1875, das mit dem ältesten Karnevalslied in Verbindung gebracht wird. Ergänzt wird die Ausstellung durch Urkunden, Schallplatten und CDs, die das kulturelle Erbe der Region dokumentieren. Die Puppensammlung der Stadtsparkasse sowie Werke lokaler Künstlerinnen und Künstler runden das Angebot ab.
Das Heimathaus ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein aktiver Treffpunkt für Veranstaltungen wie Versammlungen, Vorträge und Gesprächsrunden. Seine Geschichte beginnt im Jahr 1982, als der Heimathausverein gegründet wurde, um das historische Gebäude zu renovieren und zu erhalten. Das Haus selbst wurde 1831 von Maria Bernadine Lohmann umgebaut und später an ihren Sohn Kaspar Anton übergegeben. Heute dient es als Plattform für den Heimatverein Delbrück, der seit 1977 besteht und sich für die Pflege des regionalen Kulturerbes einsetzt.
Der Verein hat im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche Aktivitäten organisiert, darunter Theateraufführungen wie das Stück „In de Spinnstuowe“ aus Westenholz (1947) oder den Neubürgerempfang 1979. 1986 schloss sich eine Theatergruppe dem Heimatverein an, und 1988 gründete sich der Deutsch-Französische Kreis als weitere Abteilung. Die Ausstellung im Heimathaus wird regelmäßig durch Hausführungen und Tage der offenen Tür ergänzt, um Einblicke in die vielfältige Sammlung zu geben. Damit verbindet das Heimathaus Geschichte, Kultur und Gemeinschaft – ein unverzichtbarer Ort für alle, die sich für das kulturelle Erbe Delbrücks interessieren.