Kirche/Kloster

Kirche Söllichau

Pfarrbereich Bad Schmiedeberg - Pretzsch, 06905 Brunnenstraße 35

Highlights

  • Spätromanische Feldstein-Kirche aus dem 13. Jahrhundert mit neoromanischen und barocken Umbauten sowie reich verziertem Schnitzwerk.
  • Besitzt eine restaurierte Geißler-Orgel mit 558 Pfeifen und einen mittelalterlichen Taufengel sowie Taufstein im Neorenaissance-Stil.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang über den rollstuhlgerechten Parkplatz ermöglicht eine einfache Erreichbarkeit des Kirchengebäudes.
  • Die romanischen Feldsteinmauern und das neoromanische Portal bieten Einblicke in die Baugeschichte des 13. Jahrhunderts.
  • Das reich geschnitzte Altar- und Emporenwerk aus dem 17. Jahrhundert zeigt barocke und gotische Handwerkskunst.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales in Söllichau – Kirche Brunnenstraße 35

Die Kirche Söllichau in der Brunnenstraße ist ein historisches Juwel mit einer faszinierenden Baugeschichte, die sich über mehrere Jahrhunderte erstreckt. Der spätromanische Ursprungsbau entstand vermutlich im 13. Jahrhundert aus Feld- und Raseneisensteinen, was ihm bis heute einen robusten, rustikalen Charakter verleiht. Besonders bemerkenswert ist der im Stil der Neorenaissance gestaltete Taufstein, der im 19. Jahrhundert geschaffen wurde und durch seine filigrane Sandsteinverarbeitung besticht.

Ein zentrales Element der Kirche ist der im Jahr 1857 errichtete Westturm, der das Erscheinungsbild des Gotteshauses prägt. Der Turm ergänzt den ursprünglichen romanischen Kern und unterstreicht die mehrphasige Entwicklung der Anlage. Dazu gehören auch zwei barocke Engel an der Ostseite der Empore, die durch ihre künstlerische Qualität überzeugen.

Die Geißler-Orgel mit 558 Pfeifen und sieben Manualregistern zählt zu den musikalischen Highlights der Kirche. Sie wurde 2011 von der Orgelbaufirma Voigt aus Bad Liebenwerda aufwendig restauriert und bietet eine beeindruckende Klangwelt. Neben der Orgel fällt der spätbarocke Taufengel auf, der stilistisch mit der Kirche in Dölzig bei Leipzig verwandt ist und die Verbindung zu regionalen Kunstschätzen unterstreicht.

Ein weiteres historisches Detail ist das mittelalterliche Weihekreuz mit rotem Kreuz auf gelbem Grund, das seit jeher an der Außenseite der Kirche zu sehen ist. Die Kirche bietet zudem barocke Gestühle und ein gotisches Satteldach, das im Zuge des Umbaus Ende des 17. Jahrhunderts hinzugefügt wurde. Trotz der späteren Veränderungen bleibt der romanische Charakter durch die erhaltenen Feldsteinmauern und vermauerte Portale spürbar – ein Zeugnis der langen Tradition des Ortes.

Mit einem Google-Rating von 3,7 Sternen und einem rollstuhlgerechten Parkplatz ist die Kirche nicht nur ein kulturelles, sondern auch ein inklusives Ziel für Besucher. Die harmonische Verbindung von romanischen Ursprüngen, barocker Kunst und neorenaissance Prägung macht sie zu einem besonderen Ort der Andacht und des kulturellen Erbes in der Region.

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