Wasserturm Gesau
Highlights
- Der Wasserturm Gesau wurde 1935 als Trinkwasserbehälter errichtet und ist heute ein geschütztes Denkmal.
- Seit 2002 wird der Turm vom Bürgerverein bewirtschaftet und dient als Aussichtsturm und Ausstellungsraum.
- Jährlich finden Öffnungstage am Pfingstwochenende und am 1. Advent mit Weihnachtsschmuck und Musik statt.
Tipps
- Der Wasserturm in Gesau ist ab 1935 ein beliebtes Aussichtsobjekt mit Panoramablick über Glauchau und das Muldental.
- Traditionelle Öffnungstage sind Pfingsten und 1. Advent, bei Veranstaltungen wie dem Weihnachtsmarkt mit Glühwein und regionalen Holzwerken.
- Der Turm kann bei regulären Führungen oder nach Vereinbarung bestiegen werden, der Aufstieg lohnt sich besonders für Naturliebhaber und Fotografen.
Eigenschaften
Über Wasserturm Gesau
Der Wasserturm Gesau in Dennheritz im sächsischen Kreis Zwickau ist ein markantes Denkmal der technischen und regionalen Geschichte. Errichtet in den 1930er Jahren aufgrund des wachsenden Wasserbedarfs der damals neu entstehenden Großsiedlung, ragt der 36 Meter hohe Turm am Hofeweg/Südhang über die Landschaft. Ursprünglich diente er der Wasserversorgung der umliegenden Gebiete und verfügte über einen großen Wassertank mit einem Fassungsvermögen von über 120 Kubikmetern. Heute steht der unter Denkmalschutz stehende Turm unter der Obhut des Bürgervereins für Gesau, Höckendorf und Schönbörnchen e.V. und wird regelmäßig für kulturelle Zwecke und als Aussichtspunkt genutzt.
Der Turm beherbergt heute Ausstellungsräume für regionale Künstler und lädt bei besonderen Anlässen zur Besichtigung ein. Traditionell geöffnet wird er zu Pfingsten sowie am 1. Advent, wobei letzteres besonders beliebt ist. An diesem Tag findet im und um den Turm herum ein kleiner Weihnachtsmarkt statt, auf dem Besucher Glühwein, Tee und regionale Leckereien genießen können. Besonders eindrucksvoll sind die vier über zwei Meter großen Weihnachtssterne, die an jeder Seite des Turms angebracht werden und mit jeweils 30 Lampen weithin sichtbar sind. Auch künstlerische Arbeiten aus der Region sowie volkskünstlerische Werke der Bürger selbst finden hier ihren Platz.
Der Aufstieg lohnt sich nicht nur kulturell, sondern vor allem wegen des beeindruckenden Panoramas. Über 81 Stufen führen in die Aussichtsetage, die etwa 15 Meter über dem Straßenniveau liegt. Von hier aus erstreckt sich der Blick über die Stadt Glauchau und das Muldental bis hin nach Zwickau. Bei guter Sicht sind sogar die Auersberg- und Fichtelbergspitzen im fernen Erzgebirge erkennbar. Auch die Autobahn und die Richtung Meerane bieten lohnenswerte Ausblicke. Die Öffnungen am Pfingstsonntag oder am 1. Advent ermöglichen jeweils einen ganz besonderen Blick auf die Landschaft – einmal im frischen Grün des Frühsommers, das andere Mal im warmen Lichtermeer der Weihnachtszeit.
Der Verein, der den Turm seit Anfang der 2000er Jahre betreut, hat viel ehrenamtliche Arbeit investiert, um den Turm instand zu halten und für Besucher zugänglich zu machen. Dazu zählen unter anderem Sicherheitsmaßnahmen, neue Farbanstriche und die Gestaltung von Ausstellungsräumen. Unterstützt durch Spenden und Sponsoren wie die Sparkasse Chemnitz konnten dringende Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Der Turm dient auch als Bildungsort und wird gelegentlich im Rahmen des Schulunterrichts genutzt. Bei Interesse ist eine individuelle Besichtigung nach Absprache möglich, wobei ein freiwilliger Beitrag zur Pflege des Denkmals erbeten wird.