Kurt-Weill-Zentrum, Meisterhaus Feininger/Moholy-Nagy
Eigenschaften
Kurt-Weill-Zentrum, Meisterhaus Feininger/Moholy-Nagy in Dessau-Roßlau
Das Kurt-Weill-Zentrum in Dessau-Roßlau vereint zwei bedeutende künstlerische Legenden unter einem Dach: das rekonstruierte Meisterhaus Feininger/Moholy-Nagy und die einzigartige Dauerausstellung zum Leben und Werk des Komponisten Kurt Weill. Als weltweit einmalige Präsentation widmet sich die Ausstellung dem „Weltbürger und Dessauer“ und zeigt, wie Weills Musik die Bühnen der Moderne prägte. Besonders hervorzuheben ist die Verbindung von Weills avantgardistischem Schaffen mit dem Bauhaus-Erbe, das in Dessau-Roßlau eng mit den Künstlern Max Pechstein, Lyonel Feininger und László Moholy-Nagy verwurzelt ist.
Das Meisterhaus Feininger/Moholy-Nagy selbst ist ein architektonisches Juwel der Bauhaus-Ära und bietet mit seiner rekonstruierten Innenraumgestaltung einen Einblick in das Leben der beiden Künstler. Die Ausstellung verbindet historische Dokumente, Originalmanuskripte und multimediale Elemente, um Weills Einfluss auf Oper, Film und populäre Musik zu veranschaulichen. Führungen durch das Haus und die Ausstellung sind auf Anfrage möglich und ermöglichen eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Werken und dem kulturellen Umfeld der Zeit.
Seit 2018 leitet Katharina Markworth als Geschäftsführerin das Zentrum und setzt sich für die Vermittlung von Weills Erbe ein. Die künstlerische Leitung teilen sich seit 2022 die Musikwissenschaftlerin Constanze Mitter und der Musikproduzent Gerhard Kämpfe, die das Kurt Weill Fest mit einem vielfältigen Programm aus Konzerten, Lesungen und Diskussionen begleiten. Besonders engagiert ist Susanne Heft, die seit 2022 junge Besucher:innen aus Dessau-Roßlau und der Region an Weills Werk heranführt und so eine neue Generation für die Musik des 20. Jahrhunderts begeistert.
Ein besonderes Angebot ist das neue Sunday-Special, das als Tagesticket-Paket Eintritt, Führungen und kulturelle Veranstaltungen unter einem Dach bündelt. Das Zentrum ist zudem barrierefrei gestaltet, mit rollstuhlgerechtem Parkplatz und WC, und lädt damit alle Besucher:innen ein, die Verbindung von Musik, Kunst und Architektur zu erleben. Wer sich für die Schnittstellen von Avantgarde, Bauhaus und Weltoffenheit interessiert, findet hier eine inspirierende Zeitreise in die Geburtsstunde moderner Kultur.