Stahlhaus
Highlights
- Das Stahlhaus in Dessau-Roßlau ist ein experimenteller Bauhaus-Bau aus vorgefertigten Stahlplatten.
- Errichtet 1926/27 von Richard Paulick und Georg Muche, steht es in der Bauhaus-Siedlung Dessau-Törten.
- Das Gebäude nutzt eine Stahlskelettkonstruktion mit 3 mm Stahlblech und Torfoleum-Dämmung.
Tipps
- Das Stahlhaus in Dessau-Roßlau ist ein experimenteller Bauhaus-Bau aus Stahl mit trockener Montage und Torfdämmung.
- Besucher finden das Gebäude in der Bauhaus-Siedlung Törten, südlich der Dessauer Innenstadt.
- Die Architektur zeigt klare Bauhaus-Prinzipien: funktionale Form, industrielle Materialien und schlichte Farbgebung in Grau, Weiß und Schwarz.
Eigenschaften
Kultur und Museen in Dessau-Roßlau: Das Stahlhaus erleben
Das Stahlhaus in Dessau-Roßlau ist ein herausragendes Beispiel experimenteller Architektur des Bauhauses und befindet sich in der berühmten Bauhaus-Siedlung Dessau-Törten. Errichtet in den Jahren 1926 und 1927, entstand das Gebäude als Gemeinschaftsprojekt der Bauhaus-Meister Georg Muche und des Architekten Richard Paulick. Es zählt heute zu den bedeutenden Kultur- und Ausflugszielen der Region und wird von der Stiftung Bauhaus Dessau betreut. Das Stahlhaus steht für die damaligen Bestrebungen zur Rationalisierung des Bauens durch industrielle Vorfertigung und innovative Materialnutzung.
Die Konstruktion des Hauses basiert auf einem Stahlskelett, das mit drei Millimeter starken Stahlblechen verkleidet wurde – ein Verfahren, das in Zusammenarbeit mit der Tresorbaufirma Carl Kästner AG umgesetzt wurde. Die Dämmung erfolgte innen mit Torfoleum, einem auf Torfbasis hergestellten Dämmstoff, der mit Schlackensteinen ausgemauert und verputzt wurde. Das Gebäude ruht auf einer Betonbodenplatte und gliedert sich in zwei unterschiedlich große, zusammengeschobene Quader, wodurch unterschiedliche Raumhöhen entstehen. Während Wohnzimmer und ein Schlafzimmer über hohe Decken verfügen, sind andere Räume niedriger gehalten, dafür mit raumhohen Türen und Fenstern ausgestattet. Ursprünglich war geplant, bewegliche Innenwände einzubauen, was jedoch aus Kostengründen verworfen wurde. Die Farbgestaltung folgt dem typischen Bauhaus-Stil mit den dominierenden Farben Grau, Weiß und Schwarz.
Bei der Planung des Stahlhauses wirkten Einflüsse des Werks „Das Haus als Membran“ von Siegfried Ebeling mit, der zu dieser Zeit bei der Junkers-Werke in der Hausbauforschung tätig war. Unter der Leitung von Hannes Meyer als Bauhaus-Direktor gab es Bestrebungen, weitere Stahlhäuser in Dessau-Törten zu errichten, die jedoch nicht realisiert wurden. Nach einer bewohnten Phase bis in die 1980er Jahre wurde das Gebäude mehrfach restauriert: erstmals 1976 anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Bauhauses in Dessau, erneut 1993 und zuletzt von 2021 bis 2025 umfassend saniert, um den Erhalt dieses architektonischen Zeugnisses langfristig zu sichern.
Das Stahlhaus steht in unmittelbarer Nachbarschaft zu weiteren experimentellen Bauten der Bauhaus-Siedlung, darunter das ebenfalls bedeutsame Kupferhaus. Beide Objekte verdeutlichen die Vielfalt der damaligen Versuche, moderne Baustoffe und industrielle Fertigungsverfahren in den Wohnungsbau einzubinden. Mit einem durchschnittlichen Google-Rating von 4,2 von 5 Sternen bei 27 Bewertungen wird das Stahlhaus als lohnenswertes Ausflugsziel von Besuchern wahrgenommen. Es lädt Architekturinteressierte, Kulturbegeisterte und Historiker gleichermaßen ein, die Besonderheiten und Innovationen des frühen Bauhauses hautnah zu erleben.
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Häufige Fragen zu Stahlhaus
Wo befindet sich das Stahlhaus in Dessau-Roßlau?
Quelle: wikipedia
Wer hat das Stahlhaus entworfen?
Quelle: wikipedia
Wann wurde das Stahlhaus gebaut?
Quelle: wikipedia
Aus welchem Material besteht das Stahlhaus?
Quelle: wikipedia
Welche Farben prägen die Gestaltung des Stahlhauses?
Quelle: wikipedia