Denkmal/Gedenkstätte

Hermannsdenkmal

Grotenburg 50, 32760 Detmold

Highlights

  • Das Hermannsdenkmal in Detmold wurde von 1838 bis 1875 durch Ernst von Bandel erbaut.
  • Es steht auf der 386 Meter hohen Grotenburg und erinnert an die Schlacht im Teutoburger Wald.
  • Die 53,46 Meter hohe Statue zeigt Arminius, auch bekannt als Hermann der Cherusker, mit erhobenem Schwert.

Tipps

  • Barzahlung auf dem Parkplatz direkt am Denkmal, alternativ kostenfreier Wanderparkplatz etwa einen Kilometer entfernt.
  • Das Denkmal ist über eine steinerne Wendeltreppe erreichbar, Eintrittskosten werden am Automaten bezahlt.
  • Wohnmobile über sechs Meter Länge sollten auf dem kostenpflichtigen Parkplatz direkt am Denkmal parken.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Hermannsdenkmal

Das Hermannsdenkmal bei Detmold zählt zu den bedeutendsten Nationaldenkmälern Deutschlands und ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Nordrhein-Westfalens. Es thront auf der 386 Meter hohen Grotenburg in Hiddesen, einem südwestlich gelegenen Stadtteil von Detmold. Die Kolossalstatue erinnert an die Schlacht im Teutoburger Wald, in der die Germanen unter der Führung des Arminius die römischen Legionen unter Varus besiegten. Mit einer Gesamthöhe von über 53 Metern stellt das Denkmal den siegreichen Hermann, wie Arminius auch genannt wird, mit erhobenem Schwert dar und symbolisiert Freiheit und nationale Identität.

Errichtet wurde das Monument vom Bildhauer Ernst von Bandel zwischen 1838 und 1875. Es entstand vor dem Hintergrund des 19. Jahrhunderts, in dem die Suche nach einer gemeinsamen deutschen Identität nach den Napoleonischen Kriegen zunahm. Die Entscheidung für den Standort auf der Grotenburg erfolgte sowohl aus ästhetischen als auch aus repräsentativen Gründen. Der damalige lippische Fürst stellte als Bedingung, dass das Denkmal auf der Bergspitze errichtet werden musste, damit es weithin sichtbar war. Die Ringwallanlage Großer Hünenring, auf der das Denkmal steht, liegt im südlichen Teutoburger Wald und bot zudem eine landschaftlich eindrucksvolle Kulisse.

Das Hermannsdenkmal ist nicht nur ein geschichtsträchtiges Bauwerk, sondern auch ein beliebtes Ausflugsziel. Jährlich besuchen über eine halbe Million Menschen die Stätte, um die monumentale Architektur und die Panoramaaussicht über die Region Lippe zu genießen. Der Aufstieg erfolgt über eine steinerne Wendeltreppe, wobei der Eintritt über ein Automatenverfahren an der Basis des Denkmals geregelt ist. Für Besucher ist auch ein kostenfreier Parkplatz etwa einen Kilometer unterhalb des Denkmals erreichbar, während direkt am Gelände ein kostenpflichtiger Parkplatz vorhanden ist, der jedoch nur Barzahlung akzeptiert.

Im Umfeld des Denkmals finden regelmäßig kulturvermittelnde Veranstaltungen statt, darunter Führungen und besondere Abende, die sich mit der Geschichte des Ortes und seines Schöpfers Ernst von Bandel beschäftigen. Neben dem Denkmal selbst gibt es auch das neu eröffnete Besucherzentrum „Hermanneum“, das Einblicke in die Vorgeschichte und die kulturelle Bedeutung des Ortes ermöglicht. Das Hermannsdenkmal verkörpert damit nicht nur ein geschichtliches Ereignis, sondern bleibt auch heute noch ein Ort der Erinnerung, des Gedenkens und der Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit.

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