Kirche/Kloster

Maria im Weingarten

Kirchbergweg 20, 97332 Volkach

Highlights

  • Die Wallfahrtskirche Maria im Weingarten liegt über Volkach an der Mainschleife im Landkreis Kitzingen.
  • Die spätgotische Kirche beherbergt ein bedeutendes Kunstwerk von Tilman Riemenschneider.
  • Sie war ab dem 14. Jahrhundert Ziel einer Pilgerfahrt und wurde 1447 der heiligen Maria unterstellt.

Tipps

  • Bei gutem Wetter lohnt sich der Aufstieg durch die Weinberge zur Kirche, der bereits zur Besinnung einlädt.
  • Die spätgotische Wallfahrtskirche beherbergt ein beeindruckendes Riemenschneider-Madonna-Kunstwerk.
  • Der Ort eignet sich besonders für einen kurzen, ruhigen Abstecher abseits vom Trubel.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Maria im Weingarten

Die Wallfahrtskirche Maria im Weingarten befindet sich oberhalb des Weinorts Volkach im Landkreis Kitzingen in Bayern. Die spätgotische Sakralanlage thront mitten in den Weinbergen des mainfränkischen Anbaugebiets und gilt als ein bedeutender kultureller und religiöser Anziehungspunkt der Region. Die Kirche liegt auf dem Volkacher Kirchberg, einem markanten Punkt an der Mainschleife, und ist sowohl durch ihre ruhige Lage als auch durch ihre kunsthistorische Bedeutung von hohem Wert.

Die Geschichte der Kirche reicht weit zurück. Ursprünglich war sie die Urpfarrkirche mehrerer Siedlungen entlang der Mainschleife. Im Laufe der Jahrhunderte verlor sie zunächst ihre Pfarrfunktion, entwickelte sich dann jedoch zu einer Wallfahrtsstätte, insbesondere nachdem im 15. Jahrhundert eine Marienbruderschaft den Neubau initiierte. Die heutige Kirche wurde in den Jahren um 1450 errichtet und zählt zu den wenigen erhaltenden spätgotischen Hallenkirchen in Unterfranken. Ihre Architektur und Ausstattung spiegeln den religiösen und künstlerischen Geist der Spätgotik wider.

Das Innere beherbergt ein herausragendes Werk der deutschen Spätgotik: die Madonna im Rosenkranz von Tilman Riemenschneider. Die über 1,70 Meter große Holzfigur schwebt unter dem Kirchendach und ist von einem Kranz umgeben. Sie gilt als eines der bedeutendsten Werke des Bildschnitzers und zieht Kunstliebhaber sowie Gläubige gleichermaßen an. Die Statue wurde im Jahr 1521 als Spende für die Kirche geschaffen und trug maßgeblich zur Wiederbelebung der Wallfahrt bei. Die kunstvolle Darstellung und die ruhige Atmosphäre im Inneren der Kirche unterstreichen den sakralen Charakter des Ortes.

Der Weg zur Kirche führt durch die Weinberge und bietet bereits auf dem Anstieg eine besinnliche Vorbereitung auf den Besuch. Die idyllische Lage mit Blick über das Mainviertel trägt zur besonderen Stimmung bei, die viele Besucher als stimmig und entschleunigend empfinden. Die Kirche selbst ist klein, aber durch ihre exponierte Lage weithin sichtbar und prägt das Stadtbild von Volkach mit. Zahlreiche Bewertungen bestätigen den Ort als einen stimmungsvollen und sehenswerten Ausflugsort mit kultureller sowie religiöser Tiefe.

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