Burgstelle Tiefenbach
Highlights
- Die Burgstelle Tiefenbach ist eine abgegangene Turmhügelburg aus dem 13. Jahrhundert südwestlich von Dettingen unter Teck.
- Sie war im Besitz der Kiver von Tiefenbach und diente als Verwaltungsmittelpunkt für nahegelegene Bergbauaktivitäten.
- Von der Burganlage sind heute nur noch geringe Reste des Burghügels, Walls und Burggrabens erhalten.
Tipps
- Burgstelle Tiefenbach ist eine abgegangene Turmhügelburg aus dem 13. Jahrhundert südwestlich von Dettingen unter Teck gelegen.
- Die Ruine liegt am Südhang eines Tälchens nahe dem Tiefenbach und ist über einen Wall und Burggraben erreichbar.
- Parkplatz begrenzt, daher früh anreisen, besonders an Wochenenden und bei gutem Wetter empfohlen.
Eigenschaften
Archäologische Burgstelle Tiefenbach in Dettingen unter Teck entdecken
Die Burgstelle Tiefenbach liegt im südwestlichen Teil der Gemeinde Dettingen unter Teck im Landkreis Esslingen und zählt zu den bedeutungsvollen archäologischen Zeugnissen der Region. Diese ehemalige hochmittelalterliche Niederungsburg vom Typus einer Turmhügelburg (Motte) thront auf einem Hügel südlich der Vogelhalde, etwa drei Kilometer vom Ortskern von Dettingen entfernt. Ihre Lage am Südhang eines Tälchens, in unmittelbarer Nähe zum Bachlauf des Tiefenbachs, verdeutlicht die strategische Bedeutung der Anlage im mittelalterlichen Landschaftsbild. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert erbaut und war im Besitz der adeligen Familie Kiver von Tiefenbach, auch bekannt als Kyfer, Küfer oder Zänker. Diese Dettinger Ortsfamilie zählte zu den Ministerialen der Herzöge von Teck und später der Grafen von Württemberg. Die Anlage diente nicht nur als Wohnsitz, sondern auch als Verwaltungsmittelpunkt größerer Rodungsflächen und Bergbauaktivitäten im umliegenden Tiefenbachtal. Archäologische Funde weisen auf Pingenfelder und Schlackenplätze hin, die den ehemaligen Erzabbau belegen. Ein noch erhaltener Fischweiher mit Staudamm, rund 400 Meter oberhalb der Burg, wurde möglicherweise auch zur Erzwäsche genutzt. Urkundlich erwähnt wurde die Burg erstmals 1269, zuletzt 1377, als Graf Eberhard der Greiner die Burgrechte an Johann von Hochdorf verlieh. Danach verschwindet die Burg aus den Quellen. Von der ehemaligen Kernburg sind heute nur noch geringe Reste sichtbar: ein Burghügel in Form eines Drachenvierecks mit abgerundeten Ecken, umgeben von Resten eines Burggrabens. Im Süden zeigt der Wall einen auslaufenden Zipfel, was auf die ursprüngliche Anlageform schließen lässt. Östlich des Hauptgrabens verläuft ein weiterer Graben, der möglicherweise zur Absicherung eines zusätzlichen Bereichs diente. Die Burgstelle Tiefenbach ist ein markantes Beispiel für eine Rodungsburg – eine Burgform, die im Zusammenhang mit Rodungsaktivitäten und Bergbau im mittelalterlichen Südwesten entstand. Ihre Funktion als Verwaltungszentrum spiegelt die wirtschaftliche und strategische Bedeutung des Adelsgeschlechts Kiver wider. Die nahegelegene mittelalterliche Siedlung Tiefenbach (auch Diefenbach genannt), die vermutlich nur aus einzelnen Hofstellen bestand, ist heute vollständig verschwunden. Ihre Spuren sind nicht mehr nachweisbar. Heute lädt die Burgstelle Tiefenbach zu einer spannenden Entdeckungsreise in die mittelalterliche Geschichte ein. Der abgelegene Standort im Landschaftsschutzgebiet Tiefenbachtal vermittelt einen eindrucksvollen Einblick in die Lebenswelt des mittelalterlichen Adels. Die archäologische Bedeutung der Stätte macht sie zu einem lohnenswerten Ausflugsziel für Kultur- und Geschichtsinteressierte in der Region um Dettingen unter Teck.
Wetter & Pollenflug am Standort
Häufige Fragen zu Burgstelle Tiefenbach
Wo befindet sich die Burgstelle Tiefenbach?
Quelle: wikipedia
Wann wurde die Burgstelle Tiefenbach erbaut und zerstört?
Quelle: wikipedia
Wer besaß die Burgstelle Tiefenbach?
Quelle: wikipedia
Welche Funktion hatte die Burgstelle Tiefenbach?
Quelle: wikipedia