Johannette Wolf
Highlights
- In Dietzenbach erinnern Stolpersteine an das Schicksal jüdischer Bürger im Nationalsozialismus.
- Die Stadt hat in der NS-Zeit eine jüdische Gemeinde, deren Geschichte im Heimatbuch dokumentiert ist.
- Das Projekt Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig ist in Dietzenbach umgesetzt worden.
Tipps
- Stolpersteine können in der Innenstadt von Dietzenbach gefunden werden, eine Karte mit genauer Lage ist online verfügbar.
- Das Gedenkbuch der jüdischen Gemeinde Dietzenbach ist in der Stadtbibliothek einsehbar.
- Führungen zu historischen Gedenkstätten sind bei der Stadtverwaltung voranmeldbar.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Johannette Wolf in Dietzenbach entdecken
Der Gedenkstein „Johannette Wolf“ in Dietzenbach ist ein würdevolles Zeugnis der Erinnerungskultur und Teil des international bekannten Kunstprojekts „Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig. Dieser besondere Denkort erinnert an das Schicksal einer jüdischen Bürgerin der Stadt und steht exemplarisch für das Schicksal vieler Menschen jüdischen Glaubens, die während der nationalsozialistischen Zeit verfolgt und ermordet wurden.
Die Stadt Dietzenbach hat in den vergangenen Jahren gezielt daran gearbeitet, das Gedenken an ihre jüdische Gemeinde lebendig zu erhalten. Die Stolpersteine sind dabei ein zentraler Bestandteil dieser Erinnerungsarbeit. Sie sind in den Bürgersteig vor dem letzten bekannten Wohnsitz der betroffenen Person eingelassen und laden Passanten dazu ein, innezuhalten und sich mit der Geschichte zu beschäftigen. Johannette Wolf ist eine dieser Persönlichkeiten, deren Leben und Tod exemplarisch für die Tragödie der hessischen Jüdinnen und Juden steht.
Die Hintergründe und Einzelheiten über Johannette Wolf sowie weitere Schicksale der Dietzenbacher Juden sind in verschiedenen Publikationen dokumentiert. So finden sich umfangreiche Recherchen und Darstellungen in der Schrift „775 Jahre Dietzenbach“, herausgegeben vom Magistrat der Stadt, sowie in dem Familienbuch Dietzenbach. Ein weiteres wichtiges Werk ist die Publikation von Horst Schäfer mit dem Titel „...und tilg nicht unser Angedeken“, das sich intensiv mit dem Schicksal der NS-Verfolgten in Dietzenbach beschäftigt und die Notwendigkeit des aktiven Gedenkens betont.
Die Stolpersteine in Dietzenbach sind nicht nur künstlerische Werke, sondern auch Orte des stillen Gedenkens und der Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte. Sie laden dazu ein, die Geschichte vor Ort wahrzunehmen und sich mit den Ereignissen der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Die Steinsetzungen erfolgen im Rahmen einer zivilgesellschaftlichen Initiative, die von ehrenamtlichem Engagement und historischem Bewusstsein getragen wird.
Der Standort des Stolpersteins „Johannette Wolf“ liegt im hessischen Dietzenbach im Landkreis Offenbach. Er ist Teil einer vielschichtigen Gedenkkultur, die in der Region aktiv gelebt wird. Interessierte können den Denkort ganzjährig besuchen und sich so mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde auseinandersetzen. Die Stolpersteine tragen dazu bei, das kollektive Gedächtnis wachzuhalten und die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus zu bewahren.