Museum

Untertagemuseum Bergbau-Bunker

Schelderhütte, 35236 Dillenburg

Highlights

  • Der 1943 als Luftschutzbunker für 400 Arbeiter der Schelderhütte gebaute 80-Meter-Stollen bot 1944/45 bis zu 800 Menschen Schutz.
  • Das Museum zeigt die Geschichte des Bergbaus, Mineralien und die Nutzung des Bunkers als Schutzraum während des Zweiten Weltkriegs.
  • Barrierefreier Zugang inkl. rollstuhlgerechter Wege, Sitzgelegenheiten und Toiletten ermöglicht allen Besuchern die Besichtigung.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität eine ungehinderte Erkundung der Ausstellung.
  • Die Präsentation zeigt historische Maschinen und Werkzeuge, die die Entwicklung des Bergbaus in der Region dokumentieren.
  • Ein separater Bereich widmet sich der Nutzung des Bunkers als Luftschutzraum während der Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Bergbau-Bunker Dillenburg – Kultur-Ausflug unter Tage

Das Untertagemuseum Bergbau-Bunker in Dillenburg ist ein faszinierendes Zeugnis zweier historischer Epochen: des industriellen Bergbaus und des Zweiten Weltkriegs. Der etwa 80 Meter lange Stollen entstand ursprünglich 1943 als Schutzraum für rund 400 Mitarbeiter der Schelderhütte. Während der schweren Luftangriffe 1944 und 1945 diente er jedoch bis zu 800 Menschen als Zuflucht, was seine Bedeutung als Luftschutzbunker unterstreicht.

Heute lädt das Museum Besucher ein, die spannende Verbindung zwischen Bergbaugeschichte und Kriegsalltag zu erkunden. Eine anschauliche Ausstellung zeigt die harte und gefährliche Arbeit der Bergleute in der Region und erinnert an die lange Tradition der Eisengewinnung. Fachkundig arrangierte Exponate vermitteln ein lebendiges Bild der historischen Grubenarbeit, während gleichzeitig die Nutzung des Stollens als Schutzbunker thematisiert wird.

Besonders sehenswert ist das Kesselhaus aus dem Jahr 1905, das einst Maschinen und Förderanlagen beherbergte. Die technische Ausstattung, darunter eine originale Fördermaschine, dokumentiert den technischen Fortschritt der frühen Industriezeit. Ein weiterer Höhepunkt ist der 1907 fertiggestellte Wasserlösungsstollen, der seine Funktionsfähigkeit bereits bei einem Wasserdurchbruch unter Beweis stellte.

Das Museum bietet nicht nur eine informative Ausstellung, sondern auch individuelle Erlebnisse. Von April bis Oktober finden regelmäßig offene Führungen statt, während Sonderführungen für Gruppen nach vorheriger Vereinbarung möglich sind. Besonders barrierearm gestaltet ist der Zugang: Der Eingang, die Sitzgelegenheiten und das WC sind rollstuhlgerecht, und ein induktives Hörsystem unterstützt Besucher mit Hörbeeinträchtigungen.

Mit freiem Eintritt – Spenden sind willkommen – ist das Untertagemuseum Bergbau-Bunker ein lohnendes Ziel für Geschichtsinteressierte, Technikbegeisterte und alle, die mehr über die regionale Bergbautradition und die bewegte Vergangenheit Dillenburgs erfahren möchten.

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