Kirche/Kloster

Gruft des ehemaligen Franziskanerklosters

Geißlung 12, 84130 Dingolfing

Highlights

  • Nach der Säkularisation 1802 blieben die Gebäude erhalten, wurden umgenutzt und beherbergen heute Wohnungen sowie eine Gastwirtschaft.
  • Die Klosterkirche wurde 1804 abgerissen, doch die Gruft und der ehemalige Klosterhof sind noch besichtigbar.

Tipps

  • Die Gruft des ehemaligen Franziskanerklosters ist ein geschichtsträchtiger Ort, der durch Führungen zugänglich ist.
  • Die Klosterkirche St. Oswald wurde 1682 geweiht und war Teil eines Konvents, der 1802 aufgelöst wurde.
  • Heute erinnert der Straßenname Klosterhof sowie die erhaltene Gruft an das einstige Klosterleben.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Gruft des ehemaligen Franziskanerklosters

Die Gruft des ehemaligen Franziskanerklosters in Dingolfing ist ein geschichtsträchtiges Sakralgebäude im Landkreis Dingolfing-Landau in Niederbayern. Ursprünglich im Nordostbereich der Oberen Stadt gelegen, entstand an dieser Stelle im 17. Jahrhundert ein nach St. Oswald geweihtes Kloster, das zunächst als Hospiz errichtet und später zu einem eigenständigen Konvent mit Kirche ausgebaut wurde. Die Klosterkirche, deren Turm früher als Heiliggeistturm ein Wahrzeichen der Stadt war, wurde nach wenigen Jahrzehnten durch einen Neubau ersetzt, der sich durch ein beeindruckendes, sechseckiges Chordesign auszeichnete.

Nach der Säkularisation wurde die Kirche Anfang des 19. Jahrhunderts abgebrochen, während die übrigen Klostergebäude erhalten blieben und vielfältig genutzt wurden, unter anderem als Wohnungen und als Brauereigaststätte. Die Gruft selbst ist bis heute erhalten und kann bei geführten Besichtigungen erkundet werden. Sie zeugt von der ehemaligen Klosteranlage, deren Name heute noch im Straßenname „Klosterhof“ fortlebt. Historische Pläne und Skizzen, teilweise archiviert, bieten einen Einblick in das ehemalige Aussehen der Anlage. Einige Einrichtungsgegenstände, wie das Chorgestühl, fanden nach der Auflösung eine neue Bestimmung in der Filialkirche St. Anton links der Isar.

Ein neuer Klosterstandort entstand später außerhalb der historischen Stadtmauern, südlich der Hochbrücke, wo 1853 das Kloster St. Clara errichtet wurde. Neben der Andachtskirche Geißlung Christi entstand eine eigene Klosterkirche, die 1867 geweiht wurde. Diese Kirche beherbergt unter anderem eine Orgel, die ursprünglich von Augustin Ferdinand Bittner stammte und später durch die Orgelbauwerkstatt Steinmeyer erweitert wurde. Nach der Schließung des Klosters im Jahr 1972 übernahmen Klarissen die Anlage, bevor 2002 polnische Minoriten sich darin ansiedelten.

Die Gruft erinnert an die reiche Geschichte der Franziskaner-Observanten und späteren Franziskaner-Minoriten in Dingolfing. Sie ist ein Ort der Besinnung und Spurensuche, der durch die religiöse Tradition und die baulichen Zeugnisse der Vergangenheit besticht. Zahlreiche Besucher schätzen die Atmosphäre der Klosterkirche und betonen die intensive spirituelle Note, die bei Gottesdiensten und Andachten erfahrbar wird. Auch handwerkliche Arbeiten, wie die Gestaltung von Taufkerzen durch Klosterschwestern, finden Anerkennung bei den Gästen.

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