Kirche/Kloster

Pfarrkirche St. Simpert

Auer Kirchweg 1, 86424 Dinkelscherben

Highlights

  • Die Pfarrkirche St. Simpert in Dinkelscherben wurde 1507 zur eigenständigen Pfarrei erhoben und war zuvor Filiale von Steinekirch.
  • 1775 erfolgte ein Neubau nach Abriss der dunklen, finsteren Vorgängerkirche; 1856–1863 entstand ein neugotischer Hochaltar mit Kreuzigungsgruppe.
  • Die Kirche besitzt eine freigelegte Malerei aus 1520–1550 im Chorraum und ist rollstuhlgerecht zugänglich mit Parkplatz.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang über den rollstuhlgerechten Eingang ermöglicht einen ungehinderten Zutritt zur Pfarrkirche St. Simpert.
  • Ein rollstuhlgerechter Parkplatz in unmittelbarer Nähe erleichtert die Anreise für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen.
  • Die historische Architektur und die freigelegte Malerei aus dem 16. Jahrhundert bieten Einblicke in die kunsthistorische Entwicklung der Kirche.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakral: Pfarrkirche St. Simpert Dinkelscherben

Die Pfarrkirche St. Die Kirche entstand im Zusammenhang mit der Rodungssiedlung Grünenbaindt, die bereits 1324 durch Heinrich den Portner gegründet wurde. Ursprünglich war Dinkelscherben ein Filialdorf der Pfarrei Steinekirch, bevor es 1507 unter Bischof Heinrich IV. zur eigenständigen Pfarrei erhoben wurde – ein Meilenstein, der die lokale kirchliche Selbstständigkeit markierte.

Der Bau der Kirche ist eng mit der Geschichte der Region verbunden, insbesondere mit der Burg Zusameck, die im 14. Jahrhundert zur Markgrafschaft Burgau gehörte und später vom Augsburger Domkapitel erworben wurde. Die erste urkundliche Erwähnung der Grünenbaindter Kirche fällt in die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts, als sie an die Herrschaft von Wolfsberg fiel. Im Laufe der Jahrhunderte unterzog sich die Kirche mehreren Umgestaltungen, darunter eine geplante Neuerrichtung 1775, die jedoch nicht umgesetzt wurde – stattdessen blieb der Bau erhalten und entwickelte sich zu einem prägenden Ort des Glaubenslebens.

Ein besonderes Juwel der Pfarrkirche ist ihr neugotischer Hochaltar, der zwischen 1856 und 1863 vom Künstler Johann Nepomuk Weckerle geschaffen wurde. Das zentrale Gemälde zeigt eine Kreuzigungsgruppe und verleiht dem Chorraum eine eindrucksvolle künstlerische Note. Bei Restaurierungsarbeiten in dieser Zeit wurde zudem eine ältere Malerei aus der Zeit zwischen 1520 und 1550 im Chor freigelegt, die heute als historisches Zeugnis der künstlerischen Entwicklung der Region gilt. Die Kirche wurde zudem 2011 in einem umfassenden Sanierungsprojekt instand gesetzt, bei dem auch der Kirchturm und die Aufgangstreppen zum Friedhof renoviert wurden.

Die Pfarrkirche St. Simpert ist nicht nur ein Ort der Verehrung, sondern auch ein lebendiger Gemeinschaftsraum. Seit 1993 engagiert sich Schwester Margarete aus der Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul für die Gemeinde, während Pastoralreferentin Nicole Seibold seit 1998 die seelsorgerische Arbeit vor Ort prägt. Die Kirche bietet zudem barrierefreie Zugänge, darunter einen rollstuhlgerechten Eingang und Parkplatz, um allen Besuchern den Zugang zu ermöglichen. Als historisch gewachsener Ort verbindet sie Tradition mit gegenwärtigem Gemeindeleben und lädt zum Verweilen und Innehalten ein.

Für Besucher und Einheimische gleichermaßen ist die Pfarrkirche St. Simpert ein Ort der Besinnung und des kulturellen Erbes. Die Verbindung zur Burg Zusameck und zur Domkapitelgeschichte unterstreicht ihre Bedeutung im historischen Kontext der Region. Ob als architektonisches Denkmal, künstlerisches Schatzkästchen oder lebendiger Raum der Spiritualität – die Kirche bleibt ein zentraler Bezugspunkt für die Menschen in Dinkelscherben und Umgebung.

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