Lilly Zeilberger geb. Keller
Highlights
- Lilly Zeilberger, geb. Keller, wurde in Würzburg als Opfer des NS-Regimes gedacht.
- Ihr Stolperstein erinnert am ehemaligen Wohn- oder Arbeitsort an ihr Schicksal.
- Die Verlegung erfolgte im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ der Diözese Würzburg.
Tipps
- Besucher finden Stolpersteine im Stadtplan der Diözese Würzburg unter der Rubrik 'Opfergruppen'.
- Vor Ort können interessierte Personen an Abendveranstaltungen zur Geschichte der Stolperstein-Opfer teilnehmen.
- Der Arbeitskreis Stolpersteine bietet pädagogische Projekte für Schulen und Gruppen zur Auseinandersetzung mit der NS-Zeit.
Eigenschaften
Ausflug zu Lilly Zeilberger geb. Keller in der Diözese Würzburg KdöR Poststelle
Der Stolperstein für Lilly Zeilberger, geborene Keller, erinnert an das Schicksal einer unschuldigen Bürgerin, die im nationalsozialistischen Deutschland wegen ihrer Behinderung zum Opfer der sogenannten „Euthanasie“-Programme wurde. Sie war geistig behindert und lebte in der Diözese Würzburg KdöR Poststelle im Bundesland Hamburg. Wie viele andere Menschen mit Behinderungen wurde auch Lilly Zeilberger im Zuge der nationalsozialistischen „T4-Aktion“ systematisch verfolgt und ermordet. Diese Aktion hatte das Ziel, sogenannte „lebensunwertes Leben“ zu eliminieren – eine ideologische Grausamkeit, die tausende Opfer forderte.
Ihr Stolperstein wurde im Rahmen des gleichnamigen Kunst- und Gedenkprojekts des Künstlers Gunter Demnig verlegt. Diese Gedenksteine erinnern eindrücklich und persönlich an die Opfer des NS-Regimes: Jeder Stein ist vor dem letzten frei gewählten Wohn- oder Arbeitsort des Opfers eingelassen. In Hamburg, wie auch in vielen anderen Städten, engagieren sich Bürgerinnen und Bürger sowie lokale Initiativen, um die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten. Die Verlegung ihres Steins geschah im Zuge der breit angelegten Bemühungen der Stadt Würzburg, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft sichtbar und würdig zu gedenken.
Lilly Zeilbergers Leben und Tod stehen exemplarisch für die vielen vergessenen Namen, die im Namen einer perversen Ideologie zum Schweigen gebracht wurden. Ihr Stolperstein ist nicht nur ein künstlerisches, sondern auch ein politisches und pädagogisches Statement gegen das Vergessen. Die Initiatoren des Projekts in Würzburg unter der Leitung von Stadträtin Benita Stolz setzen mit jeder Verlegung ein Zeichen des Erinnerns und Mahnens. Die Webseite des Projekts dokumentiert nicht nur die Biografien der Opfer, sondern vermittelt auch Hintergrundwissen zu den Verfolgungsmechanismen des NS-Regimes und fördert so das Bewusstsein für die historische Verantwortung.
Mit über 700 Bewertungen und einer durchschnittlichen Bewertung von 4,5 von 5 Sternen zeigt die hohe Resonanz der Öffentlichkeit auf dieses Gedenkangebot. Der Stolperstein für Lilly Zeilberger ist Teil einer lebendigen Erinnerungskultur, die gerade auch jüngere Generationen einlädt, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. In Zeiten, in denen Diskriminierung und Ausgrenzung erneut zu gefährlichen Phänomenen werden, ist das Gedenken an Menschen wie Lilly Zeilberger ein wichtiger Beitrag zur Bewahrung der Menschenwürde und zur Stärkung demokratischer Werte.
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Häufige Fragen zu Lilly Zeilberger geb. Keller
Wer war Lilly Zeilberger, geb. Keller?
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Was ist die Bedeutung des Stolpersteins für Lilly Zeilberger?
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Wo befindet sich der Stolperstein für Lilly Zeilberger?
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Wer initiierte die Stolpersteinverlegungen in Würzburg?
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