Denkmal/Gedenkstätte

Burg Katzenstein

Oberer Weiler 1-3, 89561 Dischingen

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Burg Katzenstein

Die Burg Katzenstein in Dischingen, Baden-Württemberg, zählt zu den ältesten erhaltenen Stauferburgen Süddeutschlands und ist ein eindrucksvolles Zeugnis mittelalterlicher Baukunst. Erste urkundliche Erwähnungen der Burg gehen auf das 11. Jahrhundert zurück. Die Anlage thront hoch über dem Tal des Katzensteiner Baches am östlichen Rand der Ries-Alb und gewährt einen beeindruckenden Blick über die umliegende Alblandschaft. Zu den markantesten Gebäuden zählt der romanische Bergfried, der sogenannte „Katzenturm“, sowie die spätromanische Burgkapelle, die dem Heiligen Laurentius geweiht ist und wertvolle Fresken aus der Übergangszeit von der Spätromanik zur Frühgotik beherbergt.

Die Geschichte der Burg ist eng verknüpft mit verschiedenen Adelsgeschlechtern. Nach den frühen Katzensteinern und den Hürnheimer Linien wechselte der Besitz mehrfach, ehe die Grafen von Oettingen die Burg erwarben und später als Residenz ausbauten. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1648 wurde sie im 17. Jahrhundert wieder aufgebaut. Seit 1939 befindet sich die Anlage in Privatbesitz und ist für Besucher zugänglich. Heute zählt die Burg Katzenstein nicht nur als historisches Kulturdenkmal, sondern auch als lebendiger Veranstaltungsort mit vielfältigen kulturellen Angeboten.

Die Burg lockt mit einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm, darunter Ritteressen, mittelalterliche Märkte, Krimi-Dinner, Hochzeiten und Firmenevents. Ein besonderes Highlight ist das umfangreiche Kinderprogramm, das unter anderem Bogenschießen, Katapultschießen und Rollenspiele im Gewand des Mittelalters bietet. Die Burgschänke „Zum Marstall“ serviert rustikale bis gehobene Gerichte, vegetarische und vegane Speisen sind ebenfalls erhältlich. Auch der gastronomische Genuss wird somit zum Erlebnis in historischer Atmosphäre.

Besucher können die Burganlage auf eigene Faust oder im Rahmen einer geführten Tour erkunden. Neben der Ringmauer, dem Palas und der romanischen Kapelle beherbergt das Gelände auch das teilweise rekonstruierte Neue Schloss aus dem 17. Jahrhundert. Die Burg ist zudem Teil der „Straße der Staufer“ und fungiert seit 2007 als Infostelle des UNESCO Geoparks Schwäbische Alb. Eine Sage rankt sich um die Burg: Demnach sollen zwölf goldgefüllte Truhen im Berg verborgen sein, bewacht vom Burggeist Baldrian – ein Geheimnis, das bis heute die Fantasie beflügelt.

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