Museum

Stiftung Sächsische Gedenkstätten

Dülferstraße 1, 01069 Dresden-Plauen

Highlights

  • Die Stiftung bewahrt NS-Orte wie Pirna-Sonnenstein und Großschweidnitz als Gedenkstätten politischer Gewaltverbrechen in Sachsen.
  • Archivfunde enthüllen NS-Verbrechen, z. B. Morde an Dresdner Diakonissen während der ‚Euthanasie‘-Aktion.
  • Kostenlose Audioguides und barrierefreie Führungen vermitteln historische Aufarbeitung nationalsozialistischer Verbrechen.

Tipps

  • Die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein bietet täglich kostenlose Führungen an, die Einblicke in die Geschichte des NS-Krankenmordprogramms ermöglichen.
  • Ein Audioguide steht für eigenständige Besuche zur Verfügung, um die Nutzung des Geländes in der NS-Zeit zu vertiefen.
  • Der barrierefreie Rundgang durch die Ausstellung und den Anstaltsfriedhof in Großschweidnitz ermöglicht einen ungehinderten Zugang für alle Besucher.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Gedenkstätten Dresden-Plauen: Kultur & Geschichte erleben

Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten bewahrt und erschließt historische Orte politischer Gewaltverbrechen und Unrechts im Freistaat Sachsen. Als zentrale Einrichtung der historisch-politischen Bildung setzt sie sich mit den Spuren nationalsozialistischer Verbrechen und der SED-Diktatur auseinander. Durch Ausstellungen, Führungen und archivgestützte Aufarbeitung macht sie diese Orte zu Orten der Erinnerung und Reflexion.

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Aufklärung der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde. Die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein dokumentiert die systematische Ermordung von Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen sowie psychischen Erkrankungen. Kostenlose Führungen führen durch die Anlage und den Anstaltsfriedhof, wo die Opfer namentlich geehrt werden. Ein Audioguide ermöglicht zudem eine eigenständige Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ortes.

Ein weiterer bedeutender Gedenkort ist Großschweidnitz, wo während der NS-Zeit ebenfalls Krankenmorde verübt wurden. Die Gedenkstätte umfasst eine Ausstellung und einen barrierefreien Rundgang über den Friedhof, an dem die Opfer erinnert werden. Die Stiftung bewahrt zudem umfangreiche Archive mit Dokumenten, Fotografien und Sachzeugen, die die Verbrechen belegen und für die Forschung zugänglich machen.

Aktuelle Projekte wie die Aufarbeitung des jüdischen Familienateliers Abram Mittelmann in Dresden zeigen die vielfältigen Schwerpunkte der Stiftung. Durch Kooperationen mit lokalen Initiativen und Museen – etwa dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig oder dem Ariowitsch-Haus – wird die Erinnerung an verfolgte Gruppen und ihre Schicksale lebendig gehalten. Die Stiftung verbindet so historische Aufklärung mit zeitgemäßer Gedenkkultur.

Mit ihrer Arbeit trägt die Stiftung Sächsische Gedenkstätten dazu bei, die Erinnerung an politische Verbrechen wachzuhalten und die Verantwortung für die Vergangenheit in der Gegenwart zu thematisieren. Durch kostenlose Angebote und barrierefreie Zugänge macht sie historische Orte für ein breites Publikum zugänglich und fördert eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte.

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