Kapuzinergarten Eden
Highlights
- Studierende gründeten 2013 den Kapuzinergarten Eden als Gemeinschaftsgarten auf dem Campus der Katholischen Universität Eichstätt.
- Seit 2022 bietet ein nachhaltiges Gewächshaus Schutz für Pflanzen und Besucher – Teil der Sanierung des historischen Klostergartens.
- Der Garten fördert Projekte für benachteiligte Kinder/Jugendliche (u. a. über Fördergelder der Deutschen Postcode-Lotterie) und bildet in Permakultur aus.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Zugang zum Gelände.
- Das Gewächshaus bietet bei Regenwetter einen trockenen Rückzugsort für Pflanzen sowie für Besucher mit Schutzbedarf.
Eigenschaften
Naturpark Eden: Kapuzinergarten Eichstätt
Der Kapuzinergarten Eden in Eichstätt ist ein lebendiges Stück Natur und Geschichte mitten auf dem Campus der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Ursprünglich als ehemaliger Klostergarten angelegt, gilt er heute als einzigartiger Teil der Stadt und ein Denkmal mit großer Bedeutung. Seit seiner Wiederbelebung durch Studierende hat sich der Garten zu einem Ort der Nachhaltigkeit, des Gemeinschaftsengagements und der ökologischen Bildung entwickelt.
Im Mittelpunkt steht die Idee eines Gemeinschaftsgartens, der nicht nur der Pflege von Pflanzen dient, sondern auch soziale und gemeinnützige Projekte fördert. Seit 2013 unterstützt der Garten jährlich Initiativen aus ganz Deutschland, die sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche einsetzen – ein Engagement, das durch Fördermittel der Deutschen Postcode-Lotterie ermöglicht wird. Besonders bemerkenswert ist das neu errichtete, nachhaltige Gewächshaus, das als „Geo-Dome“ fungiert und sowohl wärmeliebende Pflanzen beherbergt als auch bei Regen als trockener Rückzugsort dient.
Ein zentraler Aspekt des Kapuzinergartens ist die Verbindung von Theorie und Praxis: Regelmäßig finden hier Workshops und Einführungskurse statt, etwa zur Permakultur oder zur Herstellung von Haushaltsmitteln und Kosmetik aus natürlichen Rohstoffen. Studierende und Teilnehmer:innen lernen dabei nicht nur ökologische Prinzipien kennen, sondern setzen sie direkt um – etwa beim Anlegen von Gemüsebeeten oder der Pflege historischer Pflanzen. Diese Angebote knüpfen an die langjährige Konzeption „Nachhaltige Ernährung“ an, die seit über drei Jahrzehnten an der Universität verankert ist.
Der Garten verbindet somit Tradition und Moderne: Auf der einen Seite bewahrt er das historische Erbe des ehemaligen Kapuzinerklosters, auf der anderen Seite wird er als lebendiger Lernort für ökologische Verantwortung und Gemeinschaftsarbeit genutzt. Durch Kooperationen mit Schulen und Bildungsinitiativen – etwa der Montessori-Schule – wird der Kapuzinergarten zu einem Ort des Austauschs, an dem Wissen weitergegeben und praktische Fähigkeiten vermittelt werden. Wer hier vorbeischaut, erlebt nicht nur eine grüne Oase, sondern auch ein Stück engagierten Umweltschutzes mitten in Eichstätt.
Ob als Rückzugsort für Pflanzenliebhaber, als Lernfeld für Nachhaltigkeit oder als Ort der Begegnung – der Kapuzinergarten Eden zeigt, wie Geschichte und Zukunft Hand in Hand gehen können. Sein besonderer Charme liegt darin, dass er sowohl als Denkmal als auch als aktiver Teil der lokalen Gemeinschaft wirkt und damit ein einzigartiges Beispiel für gelungene Verbindung von Kultur, Bildung und Ökologie bietet.