Denkmal/Gedenkstätte

Schütting

Am Markt 13, 28195 Bremen

Highlights

  • Der Schütting ist das historische Gebäude der Bremer Kaufmannschaft am Marktplatz gegenüber dem Rathaus.
  • Seit 1849 beherbergt es die Handelskammer Bremen, gegründet auf einer über 500 Jahre alten Tradition der Selbstverwaltung.
  • Das Bauwerk wurde 1537/38 unter dem Baumeister Johann dem Buschener errichtet und steht seit 1917 unter Denkmalschutz.

Tipps

  • Das Schütting-Gebäude am Bremer Marktplatz ist seit 1537/38 Sitz der Kaufmannschaft und heute der Handelskammer Bremen.
  • Gegenüber dem Rathaus gelegen, zählt es zu den historischen Gebäuden der Innenstadt und steht unter Denkmalschutz.
  • Abends ist eine Lichtershow an der Fassade zu sehen, die das Gebäude in bunten Farben erstrahlen lässt.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Schütting

Der Schütting in Bremen ist ein historisches Gebäude am südlichen Rand des Bremer Marktplatzes, direkt gegenüber dem Rathaus. Seit fast 500 Jahren dient es als Sitz der bremischen Kaufmannschaft und heute der Handelskammer Bremen. Das Gebäude ist eng mit der wirtschaftlichen und politischen Geschichte der Stadt verbunden und steht seit 1917 unter Denkmalschutz. Es repräsentiert nicht nur die Macht und den Reichtum der Bremer Kaufleute, sondern auch deren langjährige Tradition in der Selbstverwaltung und Interessenvertretung.

Der Name „Schütting“ hat eine unklare Herkunft und wird bereits ab 1444 erwähnt. Mögliche Deutungen führen auf das niederdeutsche Verb „schütten“ im Sinne von „schützen“ oder auf das norwegische Wort „Skotting“ für Versammlungshaus zurück. Auch die Finanzpraxis der Kaufleute, ihre Mittel zusammenzuschütten, könnte eine Namensquelle sein. Solche Gebäude gab es auch in anderen norddeutschen Städten, doch der Bremer Schütting zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen der Kaufmannskultur im norddeutschen Raum.

Das heutige Gebäude wurde in den Jahren 1537/38 unter der Leitung des Antwerpener Baumeisters Johann den Buschener errichtet. Es ersetzte ein älteres Gildehaus, das die Kaufleute zuvor nutzten. Der Neubau erfolgte auf den Grundmauern des Vorgängerbaus und sollte den wachsenden Ansprüchen der Kaufmannschaft gerecht werden. Die architektonische Gestaltung erstreckte sich über mehrere Jahrzehnte. Stilistisch prägen Elemente der Spätgotik und Renaissance das Erscheinungsbild, darunter der Treppengiebel an der Westseite sowie der Ostgiebel, der 1565 von dem Bremer Steinmetz Karsten Husmann geschaffen wurde.

Das Portal zum Marktplatz, ursprünglich nicht mittig angeordnet, war über eine Freitreppe zugänglich. Die Dachgeschosse dienten als Speicher, was durch Türen in der Geschossmitte noch heute sichtbar ist. Vor dem Sockelgeschoss befanden sich Laubengänge, die vermutlich als Marktstände genutzt wurden. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Grundstück durch Ankauf benachbarter Gebäude erweitert, was die zentrale Lage des Schütting am Marktplatz weiter festigte.

Heute beherbergt das Gebäude die Handelskammer Bremen, die als Selbstverwaltungsorgan die Interessen der Wirtschaft im Land Bremen und Bremerhaven vertritt. Die Architektur des Schütting prägt weiterhin das Stadtbild und zieht Besucher durch seine geschichtsträchtige Fassade und die präsente Lage am Marktplatz an. Besonders abends wird das Gebäude durch eine farbige Lichtprojektion optisch hervorgehoben, die es in ein buntes Schauspiel verwandelt und ihm eine besondere Rolle im kulturellen Leben der Stadt gibt.

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