Museum

Werner Egk Begegnungsstätte

Pflegstraße 21A, 86609 Donauwörth

Highlights

  • Werner Egk, 1901 in Auchsesheim bei Donauwörth geboren, war ein bedeutender deutscher Neoklassizismus-Komponist.
  • Er erhielt 1936 eine olympische Goldmedaille für seine „Olympische Festmusik“ und wurde später als „Komponist des Wiederaufbaus“ bekannt.
  • Egk stand auf der Gottbegnadeten-Liste und wurde 1944 als wichtiger Künstler des NS-Staates geführt.

Tipps

  • Besucher erfahren mehr über das Leben und Werk des Komponisten Werner Egk, darunter Hörproben seiner bekanntesten Musikstücke.
  • Die Ausstellung zeigt persönliche Dokumente, Briefe und Fotos aus dem Nachlass des Künstlers.
  • Ein Fokus liegt auf Egks Rolle im deutschen Neoklassizismus und seinem Einfluss auf die Nachkriegsmusik.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur-Museum Donauwörth: Werner Egk Begegnungsstätte

Die Werner Egk Begegnungsstätte in Donauwörth widmet sich dem Leben und Werk des bedeutenden deutschen Komponisten Werner Egk, der in der Region aufwuchs. Geboren als Werner Joseph Mayer, veränderte er später seinen Namen durch das Pseudonym Egk, das unter anderem für „Ein guter Komponist“ oder „Ein großer Künstler“ stehen soll. Die Einrichtung informiert mit anschaulichen Exponaten, Hörproben und Dokumentationen über seine musikalische Laufbahn und künstlerische Entwicklung. Besucher erhalten so einen tiefen Einblick in die Welt eines Künstlers, der maßgeblich zum deutschen Neoklassizismus und zur Moderne des Musiktheaters beitrug.

Egks Werdegang führte ihn früh in musikalische Bildungseinrichtungen, darunter das humanistische Gymnasium in Augsburg sowie das städtische Konservatorium. Später studierte er Komposition und Dirigieren unter anderem bei Carl Orff in München. Seine Karriere als Dirigent und Komponist begann zunächst beim Bayerischen Rundfunk und führte ihn später an die Staatsoper Unter den Linden in Berlin. In seiner Schaffenszeit entstanden zahlreiche Werke, darunter Opern, Kantaten und Ballettmusiken, die sowohl national als auch international Beachtung fanden.

Ein besonderer Fokus der Begegnungsstätte liegt auf Egks Wirken während der Zeit des Nationalsozialismus. Seine Werke wurden damals gefördert, und er selbst galt als einer der tragenden Säulen der NS-Musikpolitik. So vertonte er NS-ideologische Texte, erhielt Preise von Propagandaminister Joseph Goebbels und wurde auf der Gottbegnadeten-Liste geführt. Nach 1945 wurde sein Werk kritisch betrachtet, was zu rechtlichen Auseinandersetzungen führte, darunter ein Verleumdungsprozess in den 1960er Jahren. Die Begegnungsstätte reflektiert diese komplexe Biografie und zeigt die Spannung zwischen künstlerischem Schaffen und politischer Verstrickung.

Die Einrichtung vermittelt nicht nur Fakten über Egks Leben, sondern lädt auch zum Hören und Entdecken seiner Musik ein. Hörproben aus seinen bekanntesten Werken ermöglichen es Besuchern, sich ein eigenes Bild von seinem Stil und seiner Klangwelt zu machen. Die Ausstellung verbindet historische Dokumente mit akustischen Elementen und schafft so eine vielschichtige Annäherung an eine der umstrittensten Figuren der deutschen Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts.

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Häufige Fragen zu Werner Egk Begegnungsstätte

Wer war Werner Egk?
Werner Egk war ein deutscher Komponist und Vertreter des Neoklassizismus, geboren 17. Mai 1901 in Auchsesheim bei Donauwörth. Er galt später als „Komponist des Wiederaufbaus“. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Was bedeutet der Name 'Egk'?
Der Name 'Egk' ist ein Akronym von „Ein guter Komponist“ oder „Ein großer Künstler“. Manche Quellen nennen es auch ein Anagramm der Initialen seiner Frau Elisabeth Karl. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Auszeichnungen erhielt Werner Egk?
Werner Egk erhielt 1936 eine olympische Goldmedaille für seine „Olympische Festmusik“ und 1939 einen Musikpreis von Propagandaminister Goebbels. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Rolle spielte Werner Egk während des NS-Regimes?
Egk arbeitete während des NS-Regimes unter anderem als Kapellmeister an der Staatsoper Unter den Linden und leitete die Fachschaft der Komponisten der STAGMA. Einige seiner Werke wurden im Rahmen nationalsozialistischer Kulturpolitik gefördert. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia